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Prima fürs Klima

Wohnen und Heizen mit Holz ist aktiver Umweltschutz, denn Holz ist zugleich Kohlenstoffspeicher und nachwachsender Werkstoff

Prima fürs Klima

Wohnlich, raumgesund, pflegeleicht und schier unkaputtbar: Möbel und Böden aus Holz sind echte Wunderwerke. Foto: Adobe Stock

Der nachwachsende Rohstoff Holz ist nicht nur ein Paradebeispiel für einen funktionierenden Naturkreislauf. Er ist zugleich ein vielfältig einsetzbarer Werkstoff, sei es im Haus(-bau) oder im Energiebereich. Holz ist also gleichermaßen Kohlenstoffspeicher und ressourcenschonender Baustoff. Beim Bauen und Wohnen spielen neben Massivholzerzeugnissen auch Holzwerkstoffe eine wichtige Rolle. Dazu gehören beispielsweise Span-, Faser- oder Dämmplatten, auch die Zellstoff- und Papierproduktion.

Der energetische Bereich macht etwa die Hälfte der gesamten Holzverbrauchs aus. Holzpellets bestehen normalerweise aus Sägenebenprodukten oder nicht sägefähigem Industrieholz. Auch Hackschnitzel bestehen in der Regel aus Rest- oder Schadholz. Dabei ist der Energieaufwand für die Pellet-Herstellung im Verhältnis zu anderen Brennstoffen wie Erdgas oder Heizöl gering. Im privaten Bereich unterliegt Heizen mit Holz strengen Vorschriften, um bei der Verfeuerung möglichst wenig Schadstoffe zu erzeugen. Eine emissionsarme Ofenanlage, die Verwendung von hochwertigem Brennholz aus nachhaltiger, regionaler Forstwirtschaft und eine regelmäßige Reinigung und Instandhaltung machen Kaminöfen zu einer umweltfreundlichen Lösung, sei es als Ergänzung bestehender Heizungen mit fossiler Energie, aber auch bei Häusern mit Luftwärmepumpen oder als Zwischenlösung für die sogenannte Übergangszeit. 

Im viel diskutierten Gebäudeenergiegesetz (GEG) gibt es übrigens weder Verbote noch spezielle Auflagen für die Installation einer klassischen Einzelraumfeuerstätte. Das GEG bezieht sich nur auf Heizungsanlagen (71). Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik weist zudem auf Folgendes hin: „Klassische Einzelraumfeuerstätten gelten nicht als Heizungsanlagen. Darüber hinaus können diese mit zehn Prozent für den Deckungsanteil am Nutzwärmebedarf angerechnet werden." Zudem sei laut GEG die Kombinationsmöglichkeit von Kaminofen, Solar und Wärmepumpe für den Bestand interessant, was zu einer effizienteren Energiegewinnung führe und die Stromkosten gerade zu Spitzenlastzeiten bei kalten Außentemperaturen deutlich senke.

Fürs Auge und für die Wohngesundheit spielen Möbel aus Massivholz eine immer größere Rolle. Warum? Die warmen Farbtöne sorgen für eine wohnliche Atmosphäre, die Maserung ist so singulär wie ein Fingerabdruck, kleine Astlöcher und Unregelmäßigkeiten im Holz zeigen auf den ersten Blick, dass es sich um ein Unikat von bleibendem Wert handelt. Zudem ist die Umweltbilanz von einheimischen Hölzern besonders gut. Massivholzmöbel sind darüber hinaus allergikerfreundlich, denn sie ziehen keinen Hausstaub an. Ein weiterer Vorteil: Ist das Möbelstück ausschließlich mit Naturöl behandelt, bleiben die Holzporen offen, und das Holz kann weiterhin atmen. Denn Holz nimmt überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie langsam wieder an diese ab. Dadurch entsteht ein dauerhaft gesundes und angenehmes Raumklima. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass Massivholzmöbel ausgesprochen pflegeleicht sind: Meist reicht es, einmal pro Jahr ein Pflegeöl dünn mit einem Baumwolltuch aufzutragen und es nach rund zehn Minuten Einwirkzeit mit einem trockenen Baumwolltuch auszupolieren. Und nicht zuletzt: Massivholzmöbel halten und halten und halten.

Dorothea Friedrich

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