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Gemeinsam aktiv an der frischen Luft

Der modernisierte Parcours am Brauneck-Parkplatz lädt zum Kennenlernen ein

Gemeinsam aktiv an der frischen Luft

Bewegung in der Natur tut gut. Foto: Adobe Stock

Samstag, 11. Juli, macht die „AOK-Parcours-Tour“ Halt in Lenggries. Unter dem Motto „Mehr draußen, mehr miteinander, mehr Bewegung“ sind Menschen aus der Region dazu eingeladen, gemeinsam aktiv zu werden, ganz unabhängig von Alter oder Fitnesslevel. An sechs Orten in ganz Bayern lädt die Tour in diesem Jahr dazu ein, bestehende Nordic-Walking-Strecken der AOK Bayern gemeinsam neu zu entdecken. Im Jahr 2007 wurden die Strecken eingeweiht. Nach knapp 20 Jahren Wind und Wetter ist nun die Beschilderung erneuert und modern gestaltet worden. 

Die „neuen“ Parcours bieten QR-Codes zu Video- und Audioimpulsen und sind ergänzt mit Informationstafeln mit Achtsamkeitsübungen. Ob Gehen, Nordic Walking, lockeres Joggen oder Atmosphäre genießen: Jeder ist willkommen! Start ist um 9.30 Uhr am Bergbahnparkplatz am Brauneck, Ende gegen 12 Uhr. Die Streckenlänge beträgt vier Kilometer. Mitmachen können Familien, Einzelpersonen, Vereine oder Unternehmen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erwünscht. Dazu gibt es eine professionelle Moderation, Musik und ein Bühnenprogramm.


Fokus auf Zukunftsprojekte

Die Gemeinde bringt wichtige Vorhaben für Verkehr, Bildung und Ortsentwicklung auf den Weg

Lenggries blickt auf eine Vielzahl von Projekten, die den 10.000-Einwohner-Ort in den kommenden Jahren nachhaltig prägen werden. Die mit 243 Quadratkilometern flächenmäßig größte Gemeinde Bayerns investiert in ihre Infrastruktur, entwickelt neue Wohn- und Gewerbeflächen und stärkt den Tourismus. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verkehrsinfrastruktur mit der Sanierung der Staatsstraße 2072 zwischen Bad Tölz und Lenggries, um den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht zu werden. Seit Jahren wird der schlechte Zustand kritisiert. Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch den geplanten Neubau der Nepomuk-Isarbrücke, deren Baubeginn derzeit für etwa 2030 vorgesehen ist. Während der Bauzeit muss die bestehende Brücke zeitweise gesperrt werden, der Verkehr wird dann über die Staatsstraße 2072 und Wegscheid zur Bretonenbrücke umgeleitet. Die Gemeinde drängt deshalb auf eine rechtzeitige Sanierung der Strecke. Kommune, Staatliches Bauamt und Naturschutzbehörden arbeiten an einer befriedigenden Lösung. Auch die Bildungslandschaft entwickelt sich weiter: Lenggries erweitert die Grundschule für die Ganztagsbetreuung. 

Unternehmen aus der Region

Wegen steigender Schülerzahlen mussten zuletzt bereits Mehrzweckräume als Klassenzimmer genutzt werden. Mit einem Anbau an die bestehende Schule soll nun eine langfristige Lösung für die Mittagsbetreuung entstehen. Rund 200 Plätze sollen künftig zur Verfügung stehen. Das Projekt schafft zugleich zusätzliche Klassenräume, einen überdachten Pausenhof und eine Mensa. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2027 vorgesehen. Große Bedeutung hat auch das Familienbad „Isarwelle“. Die Freizeiteinrichtung ist für Schulen, Familien, Vereine und nicht zuletzt für den Tourismus ein wichtiger Baustein der Lebensqualität in Lenggries. Nach einem technischen Defekt Anfang des Jahres will die Kommune den Blick nun nach vorne richten. Eine umfassende Modernisierung mit energetischer Sanierung wird vorbereitet. Die Kosten werden auf rund 19 Millionen Euro geschätzt, weshalb Lenggries auf Förderprogramme des Bundes setzt. Ziel ist es, das Bad langfristig zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen.

Unternehmen aus der Region

Ein Dauerthema bleibt die Entwicklung des ehemaligen Kasernenareals, das seit 2003 leersteht. Auf rund 12,5 Hektar soll ein neues Quartier entstehen. Im Frühjahr 2024 hatte der Gemeinderat die Nutzung des Areals für eine Mischung aus Wohnraum, Bauhof, Personal- und Sozialwohnungen und eine gemeindliche Kindertagesstätte beschlossen. Gewerbeflächen könnten im Westen entstehen, Mischgebietsnutzung im Osten, so die Vorstellung. Geplant sind außerdem Sportstätten sowie ein Multifunktionsplatz. Diese Pläne sollen weiterverfolgt werden,  nächster Schritt sind vorbereitende Untersuchungen für die mögliche Erschließung der Gebäude. Mit der Kaserne will die Gemeinde Raum für Wohnen, Arbeiten und Begegnung gleichermaßen schaffen. Statt auf einen einzelnen Großinvestor setzt Lenggries inzwischen auf eine schrittweise Entwicklung in eigener Regie.

Im Alpenfestsaal gibt es neue Pächter 

Neben den großen Investitionen bleibt auch der Erhalt historischer Bausubstanz ein Thema. Für den denkmalgeschützten Kalkofen aus dem 18. Jahrhundert wird derzeit gemeinsam mit den Fachbehörden ein Sanierungskonzept entwickelt. Im Bereich nachhaltiger Mobilität setzt Lenggries auf ein neues Angebot. Der Gemeinderat hat beschlossen, sich am Bikesharing-System des Münchner Verkehrsverbunds zu beteiligen. Ab 2027 sollen am Bahnhof sowie in Fall Leihfahrräder bereitstehen und den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzen.

Erfreuliche Nachrichten gibt es auch für das gesellschaftliche Leben im Ort. Mit Johanna und Sebastian Noll hat der Alpenfestsaal samt Gastronomie „Gleis 3“ neue Pächter gefunden. Damit steht der beliebte Treffpunkt in der Schützenstraße für Vereine, Veranstaltungen und Feste wieder dauerhaft zur Verfügung. 500 Gäste können hier gleichzeitig bewirtet werden. Auch touristisch entwickelt sich Lenggries kontinuierlich weiter. Mit der Kampagne „Lenggries ist mehr“ präsentiert sich der Luftkurort nicht mehr in erster Linie als Wintersport-, sondern als attraktive Feriendestination in allen Jahreszeiten. Neben der beeindruckenden Natur stehen authentisches Erleben, regionale Angebote und die hohe Lebensqualität im Mittelpunkt. shau


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