
Seit Ostern fährt die weiß-blaue Flotte wieder über den Starnberger See. Die Berger sind besonders stolz auf ein Schiff, das ihren Namen trägt. Es handelt sich um das vollelektrisch angetriebene Fahrgastschiff EMS Berg. Mit seinen 35 Metern Länge und Platz für 300 Passagiere, davon 100 Sitzplätze auf dem Freideck, ist es eines der größten Elektroschiffe auf einem deutschen Binnengewässer, teilt die Bayerische Seenschifffahrt mit. Es gibt einen Aufzug, den Aussichtsturm mit Panorama-Ausblick, eine Lademöglichkeit für E-Bikes und eine Kletterwand für Kinder.
In diesem Jahr feiert die EMS Berg Jubiläum. „Das Fahrgastschiff startet in seine fünfte Saison“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker beim Auftakt der Saison. Wer in der Gemeinde wohnt, kann am Dampfersteg in Berg oder Leoni zusteigen und bei der Seenrundfahrt einen Blick vom See aus auf die herrschaftlichen Villen am Ufer werfen. Jetzt im Frühling lohnt sich eine Fahrt besonders, denn die Bäume sind noch nicht voll belaubt und gewähren deswegen einen freien Blick auf die sonst zugewachsenen Anwesen.
Am 13. Juni kann man eine Seerundfahrt mit einem besonderen Gedenken verbinden. Dann jährt sich der Todestag von König Ludwig II. zum 139. Mal. Die Königstreuen aus ganz Bayern werden mit Fahnenabordnungen anreisen, Blumen niederlegen und ihres „Kinis“ gedenken. Vom Schiff aus sieht man das Votivkreuz vor Leoni deutlich. Es steht ungefähr 100 Meter vom Ufer entfernt im See, wo es an den rätselhaften und bis heute ungeklärten Tod von König Ludwig II. am 13. Juni 1886 erinnert. Im Wald oberhalb des Kreuzes liegt im Schlosspark Berg die Votivkapelle. Prinzregent Luitpold hat den Grundstein 1896 zum zehnten Todestag des Königs gelegt. Vier Jahre später wurde die im neuromanischen Stil errichtete Gedächtniskapelle eingeweiht. Sie ist bis 31. Oktober dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
In Privatbesitz der Wittelsbacher und deswegen unzugänglich ist dagegen Schloss Berg. Es ist das kleinste der Königsschlösser von Ludwig II. Es ähnelt eher einer Villa, als einem prunkvollen Märchenschloss wie beispielsweise Schloss Neuschwanstein.
Nach Schloss Berg verlegte der König regelmäßig seinen Wohnsitz im Sommer, leitete seine Regierungsgeschäfte mithilfe einer extra installierten Telegrafenleitung nach München, empfing aber auch den Komponisten Richard Wagner. Im Schlösschen hat Ludwig II. die letzten Stunden seines Lebens verbracht.
pat
Berger Rathaus ist fast fertig
Tag der offenen Tür im Juli geplant
D er Neubau des Berger Rathauses liegt in der Schlussphase. Wenn alles gut geht, dann werden sich am 11. und 12. Juli die Türen für einen „Tag der offenen Tür“ öffnen und die Bürger können sich ihre neue Verwaltungsbehörde endlich ganz genau sowohl innen als auch außen anschauen.
Wer derzeit am Kreisel am Berger Ortseingang vorbeifährt, der sieht den von außen bereits ziemlich fertigen Neubau. Bauzäune umgrenzen das Areal zwar, und es wird noch kräftig gearbeitet. Das Gemeindewappen mit Königskrone und Fisch hängt aber bereits an der Holzfassade. Bei der letzten Bürgerversammlung bekamen die Berger sogar dank einer Drohnenaufnahme einen Blick von oben auf ihr neues Präsentationsgebäude. Auf den 1400 Quadratmeter großen Dachflächen des dreiflügeligen Gebäudes sieht man die Solarmodule auf 350 Quadratmetern Fläche.
Die geplanten Kosten von etwa 16 Millionen werden aber nicht gehalten werden können. Das steht bereits fest. Es werden wohl rund zweieinhalb Millionen Euro mehr. Das alte Rathaus stammt aus den 1960-er Jahren und platzte längst aus allen Nähten. Spatenstich für den Neubau war am 31. Mai 2022. Im Februar 2024 wurde Richtfest gefeiert. In den letzten Monaten wurden Kabel und Leitungen für die Haustechnik verlegt. Jetzt werden die Räume noch fertig ausgebaut. Auf dem 3260 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 25 Büros, ein 164 Quadratmeter großer Sitzungs- und Trausaal, ein 315 Quadratmeter großes Archiv, eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen und zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie zwei Wohnungen. Eine Wärmepumpe mit Geothermie sorgt für Wärme.
Auf dem Areal des alten Rathauses sollen dringend benötigte Wohnungen entstehen.
pat
Neue Maibäume
In der Gemeinde Berg werden heuer zwei neue Maibäume aufgestellt. „Baumaufstellen mit da Hand“ heißt es in Höhenrain bereits am Sonntag, 27. April. Ab 10 Uhr wird der Baum nach traditioneller Art in die Vertikale gebracht. Am Donnerstag, 1. Mai, findet dann die Maifeier statt. Um 12 Uhr wird um den Maibaum getanzt. Ab 13 Uhr ist das Festzelt geöffnet. Es spielt die Lüßbacher Blasmusik Ab 17.30 Uhr sorgt das „Woidrand Echo“ für Partystimmung.
Auch in Berg wird ein neuer Baum aufgestellt. Die Maifeier findet am 1. Mai statt. Dann wird ab 13 Uhr um den neuen Baum am Dorfplatz getanzt und der neue Maibaum wird gesegnet. Danach marschieren die Gäste gemeinsam zum großen Festzelt, Am Vogelherd 1. Dort warten schon Speis und Trank.
Die Bachhauser Blasmusik spielt, abends steigt die Party mit den „Cagey Strings“.
pat