
Im Zentrum Ismanings liegt das Schloss mit seinen Nebengebäuden, umgeben von einem sieben Hektar großen Park. Die Anlage steht als Ensemble unter Denkmalschutz und ist heute politisches und kulturelles Zentrum der Gemeinde Ismaning. Das Schloss mit den beiden noch erhaltenen Prunkräumen aus der Zeit um 1835 dient als Rathaus. Die Nebengebäude werden für kulturelle und gemeindliche Zwecke genutzt: Im Kutscherbau befinden sich neben Büros der Verwaltung auch die Sitzungssäle für den Gemeinderat. Das ehemalige Gärtnerhaus ist heute Schlossmuseum. Die klassizistische Orangerie wurde rekonstruiert und beherbergt heute das Kallmann-Museum Ismaning. Der Schlosspavillon dient als Ausstellungsraum.
In allen drei Museen finden jährlich mehrere Wechselausstellungen mit sehenswerten Exponaten statt. Im Zuge der Umgestaltung der ehemaligen fürstbischöflichen Sommerresidenz - nach der Säkularisation - zu einem Landgut, wurde um 1810 die ehemalige Hofgärtnerei mit Gesindehaus erbaut. Anfang des 20. Jahrhunderts diente das Gebäude als Wohn- und Lagerhaus, bis es 1980 komplett abgebrochen und neu errichtet wurde. Das Gebäude mit seiner historischen Fassade war lange Jahre Standort der Gemeindebücherei. Nach einer Grundsanierung von 2010 an wurde daraus das Schlossmuseum. Seither gibt es eine Dauer- und viele Wechselausstellungen rund um die Geschichte Ismanings, das bereits 809 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Geschichte von Schloss Ismaning selbst ist eine Zeitreise durch die unterschiedlichsten Epochen - von der Renaissance über die Barockzeit und den Klassizismus bis heute. Es lohnt sich, sich in Ruhe die verschiedenen Objekte, Dokumente und Bilder anzuschauen. Zudem zeigen Modelle des alten Ismaninger Bahnhofs und der Papierfabrik die jüngere Geschichte des Ortes nebst Informationen über Infrastruktur, Landwirtschaft und Gewerbe. Sonderausstellungen zeigen immer wieder neue Aspekte der Entwicklung Ismanings von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 809 bis in die jüngste Vergangenheit.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 14.30 bis 17 Uhr, Sonntag: 13 bis 17 Uhr