b als Geburtstagsereignis mit größerer Gruppe oder schlechtem Wetter: bei IndoorSpielplätze sind eine beliebte Alternative zum Klettern, Hüpfen und Herumrennen im Freien. Damit der Ausflug in die bunte Abenteuerwelt unfallfrei verläuft, sollten Eltern Indoor-Spielplätze kritisch prüfen und auf erkennbare Sicherheitsmängel achten. Der TÜV-Verband rät Eltern, auf Sauberkeit, geschultes Personal und aktuelle Sicherheitszertifikate zu achten.
Keine Pflicht zur regelmäßigen Spielgeräte-Prüfung
Während öffentliche Spielplätze wiederkehrend kontrolliert werden, endet die behördlich verpflichtende Prüfung beiprivat betriebenen Indoor-Spielplätzen nach der Erstabnahme. Die Räumlichkeiten eines Indoor-Spielplatzes durchlaufen vor der Inbetriebnahme ein bauaufsichtliches und brandschutztechnisches Genehmigungsverfahren.„Derzeit ist nur die Erstabnahme nach Montage und Aufbau sowie die Einhaltung baurechtlicher Vorgaben an neuen Indoor-Spielplätzen durch anerkannte unabhängige Prüfpersonen, wie etwa TÜV-Prüfer verpflichtend“, sagt Siegl, „anders als bei öffentlichen Spielplätzen gibt es anschließend keine gesetzlich geregelten Prüfungen mehr, es sei denn, sie sind dem Betreiber durch lokale Behörden auferlegt.“
Für die Anlagen gelte jedoch immer die Betreiberhaftung. Falls es zu einem Unfall kommt, muss der Betreiber nachweisen, dass er seinen Pflich-ten nachgekommen ist und den Benutzenden eine sichere Anlage zur Verfügung gestellt hat. Sicherheitsbestimmungen für Indoor-Spielplätze finden sich in der DIN-Norm 1176. Sie regelt beispielsweise, wie Geräte aufzustellen sind, damit Kindern keine Gefahr durch Unfälle droht. Die Vorgaben betreffen unter anderem die Konstruktion und Standsicherheit der Anlagen, Absturzsicherungen und Haltegriffe oder auch die Einhaltung der zulässigen freien Fallhöhe und Fallräume. Einige Betreiber setzen hierzu auf freiwillige Sicherheitsmaßnahmen und verpflichten sich dem Ehrenkodex des Verbandes der Hallenund Indoor-Spielplätze (VDH).
Der Ehrenkodex sieht eine jährliche Prüfung durch einen vom VDH anerkannten Sachverständigen vor, hierzu zählen auch TÜV-Prüfende. Hinzu kommt die Verpflichtung, nur CE-gekennzeichnete Geräte und Ausstattungen zu beschaffen. Höhere Sicherheitsanforderungen erfüllen Geräte, die zusätzlich das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ oder ein TÜVPrüfzeichen tragen. Wenn ein IndoorSpielplatz die freiwillige Prüfung durch TÜV-Prüfer erfolgreich besteht, erhält der Betreiber ein TÜV-Zertifikat. Dieses wird häufig gut sichtbar im Eingangsbereich ausgehängt und signalisiert den hohen Sicherheitsstandard der Anlage. Mit dem TÜV-Zertifikat zeigen Betreiber, dass sie über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus auf geprüfte Qualität setzen. Oft sind die Zertifikate auch online abrufbar, zum Beispiel auf den Webseiten der Spielplätze.
Indoor-Spielplätze: So machen Eltern einen Sicherheitscheck
- Zertifikate und Prüfsiegel: Hängt ein aktuelles Prüfzertifikat von beispielsweise einem TÜV-Unternehmen sichtbar im Eingangsbereich?
- Zustand der Spielgeräte: Sind die Polsterungen unbeschädigt, Netze intakt und scharfe Kanten abgedeckt?
- Personal: Gibt es kindgerechte Einweisungen und finden regelmäßige Kontrollgänge statt?
- Rettungswege und Sanitätsraum: Sind Fluchtwege frei und gut erkennbar? Gibt es einen Sanitätsraum und Ersthelfer?