Etwa 3.000 verschiedene Obstsorten sind im Kreislehrgarten in Adelshofen zu finden, sie präsentieren die ganze Vielfalt und Tradition des Obstanbaus in der Region. Gleichzeitig soll die Pflanzung dem Erhalt fast vergessener Obstsorten dienen, im Sinne der Agenda-Konvention über biologische Vielfalt. Der Lehrgarten wurde vom Kreisverband der Gartenbauvereine mit Unterstützung des Landkreises und vieler Sponsoren errichtet und steht seit 1999 der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Gartenfläche umfasst 7.305 Quadratmeter.
Optischer und fachlicher Schwerpunkt ist der Obstbau. Freizeitgärtner erfahren, welche neuen, robusten Züchtungen es gibt, etwa solche mit Feuerbrandresistenz. In Kursen und Vorträgen wird über Gemüsebau, Gehölze, Stauden, Fassadenbegrünung, Bodenpflege oder Pflanzenschutz informiert. Ein Imkerstand dient der Befruchtung und der Information über die Imkerei. 2015 wurde der Garten um einen Holzbackofen erweitert, der sich für Brot und Pizza eignet.
Wesentliche Fragen des Freizeitgartenbaus
Der Hauptzweck des Kreislehrgartens ist die Information der Bürger über alle wesentlichen Fragen des Freizeitgartenbaus durch Demonstrationspflanzungen sowie praktische und theoretische Kurse. Die fachliche und organisatorische Betreuung liegt in der Hand der Kreisfachberatung. Im Rahmen der Ferienprogramme und in Zusammenarbeit mit den Kindergruppen der Gartenbauvereine besuchen Kinder und Jugendliche den Garten.

Im vergangenen Jahr gab es 33 Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen, darunter Kräuter- und Wiesenführungen.
Obwohl der Garten immer geöffnet und teilweise beschildert ist, empfiehlt sich für eingehendere Informationen die Teilnahme an Seminaren, Kursen und Führungen. Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Fürstenfeldbruck e.V. bietet Gartenbauvereinen und Gartenpflegern sowie allen interessierten Bürgern ein Kurs- und Veranstaltungsangebot im Kreislehrgarten an. Informationen unter www.garten-ffb.de oder www.agenda21-ffb.de
Gerechter Handel
Die Gemeinde Gröbenzell unterstützt diese Werte und wurde 2013 die erste „Fairtrade Gemeinde“ im Landkreis
Bauern und Arbeiter in den ärmeren Ländern des globalen Südens leben in Armut, weil sie meist zu wenig Geld für ihre Arbeit bekommen. Kleinbäuerliche Betriebe sind vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen in der Größenordnung von zwölf Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Der Grundgedanke von Fairtrade ist, dass sie aus dem Handel mehr Geld beziehen. Etwa 1,9 Millionen Bauern sowie Arbeiter auf Plantagen aus 72 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Die Landwirte schließen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiter erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihre Rechte und Bedürfnisse zu vertreten und bessere Arbeitsbedingungen und Löhne zu erhalten.
Die Gemeinde Gröbenzell unterstützt diese Werte und wurde 2013 die erste „Fairtrade Gemeinde“ im Landkreis. Seitdem wurde die Zertifizierung mehrmals erfolgreich bestätigt, zuletzt im September 2023. Voraussetzung ist ein nachgewiesenes Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen Ebenen einer Gemeinde oder einer Stadt.
Fairen Handel unterstützen
Dazu gehört ein offizieller Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels, den der Gröbenzeller Gemeinderat bereits Jahr 2011 verabschiedet hat, sowie eine Steuerungsgruppe, die Aktivitäten der Fairtrade-Gemeinde steuern und möglichst divers zusammengesetzt sein soll. In Gröbenzell umfasst diese Gruppe Junge wie Ältere, Menschen aus Kirchen, Vereinen, Schulen sowie dem örtlichen Gewerbe. Die Steuerungsgruppe arbeitet mit Verbänden und Vereinen zusammen und hält Kontakt mit Geschäften und Cafés, welche Fairtrade Produkte anbieten und so den fairen Handel in Gröbenzell unterstützen.
Die Gemeinde achtet auch bei der internen Beschaffung auf das Fairtrade-Siegel. So wird etwa ausschließlich Kaffee aus fairem Handel gekauft und Mitarbeitenden und Gästen ausgeschenkt. Ebenso bei der Auswahl von kleinen Geschenken für Jubilare und Gäste wird von den Verantwortlichen großer Wert auf Fairtrade gelegt. Wo möglich, werden die Produkte in passenden Geschäften vor Ort gekauft, ansonsten bei auf Fairtrade spezialisierten, Anbietern bestellt.