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Virtuelle und klassische Rundgänge durch Fürstenfeldbruck

Stadtführungen für Gruppen und Einzelpersonen: Kirchenführungen, Schauspielführungen, Kinderführungen sowie spezielle Touren zu historischen Orten und bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt

Virtuelle und klassische Rundgänge durch Fürstenfeldbruck

Klosterkunst: Skulpturen aus Fichte von Andreas Kuhnlein mit dem Titel „Stationen des Lebens“. Foto: Bierl

Fürstenfeldbruck blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Markt wurde 1306 erstmals urkundlich erwähnt und war lange abhängig vom 1263 gegründeten Zisterzienserkloster Fürstenfeld. Nach Aufhebung des Klosters 1803 begann sich der Ort als eigenständige Gemeinde zu entwickeln. Die Spuren dieser Geschichte können Besucher bei Stadtführungen entdecken.

Der klassische Rundgang beginnt an der Kirche St. Leonhard. Auf dem Weg zum Marktplatz geht es über die Amperbrücke, vorbei am Alten Rathaus zur katholischen Pfarrkirche St. Magdalena und zum Alten Friedhof. Von dort führt der Weg entlang der Bürgerhäuser zum jetzigen Rathaus und zurück, vorbei am Geburtshaus des berühmten Erzgießers Ferdinand von Miller sowie dem Klosterrichterhaus. Eine spezielle Variante ist die Spurensuche, bei der die Teilnehmer von St. Leonhard an der Aumühle vorbei zum Kloster gehen. Einem ersten Überblick dient der kleine Altstadtspaziergang. Eine eigene Tour ist der Amper gewidmet, hier erfahren die Gäste Wissenswertes über das Leben am und mit dem Fluss. Die Zisterzienserabtei Fürstenfeld gehört zu den größten und schönsten Anlagen des Barocks in Bayern. Bedeutende Künstler ihrer Zeit haben sie gestaltet.

Geschichtliches und Geschichten über die Stadt erfahren

Die Führung Bruck bei Nacht beginnt am frühen Abend vor der beleuchteten Klosterkirche und führt von dort in die Innenstadt. Auf dem Rundgang erfährt man Geschichten und Geschichtliches über die Stadt. Eine Reihe von Touren findet in Kooperation mit dem Ensemble der Neuen Bühne Bruck statt, darunter eine nächtliche Tour für Erwachsene und Kinder, bei der man unterwegs einem Müller, einem Mönch oder gar der kopflosen Maria von Brabant begegnet. Die Wanderung zu geheimnisvollen Orten im Klosterareal ist eine musikalische Zeitreise vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Brucker Geschichten ist eine Tour benannt, bei der die Schauspieler in Liedern und Geschichten von besonderen Ereignissen und markanten Figuren aus der Stadtgeschichte berichten. Mit dem Erzgießer Ferdinand von Miller und dem Erfinder Oskar von Miller beschäftigt sich eine weitere Führung durch die Innenstadt, begleitet von Schauspielern in historischen Gewändern.

Bei einem virtuellen Stadtspaziergang kann fast jedes Haus gesehen werden – anhand von etwa 50 Bildern auf der Leinwand mit fachkundigen Erklärungen eines versierten Gästeführers. Diese Entdeckungsreise via Power Point ist besonders gedacht für Seniorengruppen. Eine spezielle Führung ist dem Architekten Adolf Voll gewidmet, der ab 1907 das Erscheinungsbild Fürstenfeldbrucks prägte. Prächtige Villen, öffentliche Gebäude und einfache Wohnhäuser entstanden nach seinen Plänen. Die Tour endet mit einem Kurzfilm im Kino „Lichtspielhaus“, das 1930 von Voll erbaut wurde.

Im früheren Ökonomietrakt des Klosters ist heute das Museum der Stadt untergebracht, das unter anderem eine sehenswerte Dauerausstellung zur Geschichte der Anlage zeigt. Das Museum bietet eine Reihe von Führungen durch die verschiedenen Abteilungen, etwa zur Vor- und Frühgeschichte oder über das Leben in Bruck um 1900.

Der Rundgang durch den Außenbereich des ehemaligen Zisterzienserklosters Fürstenfeld erschließt durch verschiedene Standorte und Blickachsen seine Geschichte. Ein Bogen wird gespannt zwischen der modernen Architektur des Veranstaltungsforums Fürstenfeld und der barocken Klosteranlage. Eine Wanderung ins Grüne führt zur Burgstelle, von wo die Herren von Gegenpoint über Bruck und die Zollbrücke wachten. Von dort geht es über den Moränenrücken zum Engelsberg und weiter zum Kloster. Mit dem Bierbrauen beschäftigt sich eine weitere Exkursion, weil es sich früher um einen Wirtschaftszweig handelte, wie sich anhand von Straßennamen, Auslegern und Zunftzeichen sowie ehemaligen Brauereien und Wirtshäusern zeigen lässt.

Eine weitere Führung gibt es zum alten Friedhof, wo Epitaphe an der Kirche St. Magdalena und Grabstätten an Personen, Handwerkerfamilien, Künstler und Geschäftsleute erinnern, die das Leben in Fürstenfeldbruck mitgeprägt haben.

Außergewöhnlichen Frauen aus Bruck ist ein Rundgang gewidmet, der die Spuren der Malerin Maria Theresia Asam, der Schriftstellerin Lena Christ und der Brauereibesitzerin Julie Mayr sowie von Julie Miller, der Mutter Ferdinand von Millers, ergründet. Das Mahnmal an der Dachauer-/Augsburger Straße erinnert an den Todesmarsch jüdischer KZ-Häftlinge durch die Stadt kurz vor Kriegsende. In Fürstenfeldbruck gibt es weitere, weniger bekannte Orte jüdischen Lebens, die bei dieser Stadtführung zu entdecken sind.

Kindertour vermittelt Spannendes und Wissenswertes

Speziell für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren ist eine Tour geplant, bei der die Teilnehmer mit Stadtplan und Erkundungsbogen durch die Innenstadt laufen und Suchaufgaben sowie Rätsel lösen. Eine weitere Tour für Kinder führt kreuz und quer durch die Innenstadt und vermittelt Spannendes und Wissenswertes aus der Stadtgeschichte.

Eine eigene Kinderführung ist dem Kloster und seiner Geschichte gewidmet, auf einer anderen Tour erfahren die jungen Teilnehmer Wissenswertes über die Brucker Künstlerhäuser und ihre früheren Bewohner. Weitere Führungen und Touren durch Fürstenfeldbruck für Erwachsene und Kinder finden sich auf der Homepage der Stadt. Für alle Führungen ist eine Anmeldung erforderlich, online unter: www.fuerstenfeldbruck.de


„Wir in FFB“

Die Gruppe Stadtmarketing in Fürstenfeldbruck hat sich im Herbst 2023 von der Stadt unabhängig gemacht

„Wir in FFB“ ist eine Vereinigung von etwa 30 Einzelhändlern, Gewerbetreibenden und Gastronomiebetrieben, die sich ehrenamtlich engagieren, sagt Peter Schmid, der Vorsitzende. Die Stadt unterstützt die Aktivitäten mit einem Zuschuss, aber im Unterschied zu früher muss jedes Mitglied nun einen Beitrag zahlen. Die Gruppe will insbesondere jüngere Leute ansprechen und motivieren, lokal einzukaufen.

Dazu gibt es einen neuen Instagram-Account (@wir_in_ffb.de). Zu den Aktivitäten der Gruppe gehörte die Modenschau im Rahmen der Mobilitätsschau im Juni sowie regelmäßig der „Friday Club“ am ersten Freitag jeden Monats von 17 bis 20 Uhr, um lokale Betriebe bekannter zu machen. Es handelt sich um einen After-Work-Event, wo drei Geschäfte bei Musik, Drinks und Snacks ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren.

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