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Feedback statt Pflichtuntersuchung

Verbindliche Fahrtests für Senioren sind EU-weit vom Tisch. Wie können Sicherheit und individuelle Mobilität gleichermaßen gewährleistet werden?

Feedback statt Pflichtuntersuchung

Für viele ältere Menschen bedeutet regelmäßig Autofahren zu können ein Stück Lebensqualität. Foto: Adobe Stock

Ein Vorschlag der EU-Kommission bezüglich der neuen Führerscheinrichtlinie hatte die Gemüter erregt. Demnach hätte die Fahrtauglichkeit von Senioren regelmäßig überprüft werden sollen. Mittlerweile haben das EU-Parlament und die Mitgliedsstaaten beschlossen, dass es derartige verpflichtende Gesundheitstests für ältere Menschen nicht geben werde. 

Dennoch bleibt das Thema belangreich. Bereits im Vorfeld der Entscheidung rieten Experten für Verkehrssicherheit wie Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband dazu, mit der eigene Fahrkompetenz selbstwirksam umzugehen: "Für ältere Menschen bedeutet der Führerschein, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Mit zunehmendem Alter treten jedoch körperliche und kognitive Beeinträchtigungen auf, die sich auf die Fahrkompetenz auswirken. 

Unternehmen aus der Region

Zum Erhalt der Fahrkompetenz im Alter empfiehlt der TÜV-Verband regelmäßige Feedbackfahrten für Führerscheinbesitzer ab 75 Jahren. Im Rahmen dieser Feedbackfahrten bewertet ein Experte die Fähigkeiten der Senioren und zeigt Potenziale auf, wie sie ihre Fahrkompetenz erhalten können. Damit tragen die Feedbackfahrten dazu bei, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und gleichzeitig die Mobilität älterer Menschen zu erhalten."

Der Verkehr werde immer komplexer, Verkehrsregeln verändern sich und neue Fahrzeugtechnologien setzen sich durch. Feedbackfahrten würden älteren Fahrern die Möglichkeit bieten, ihr Wissen aufzufrischen und sich mit neuen Entwicklungen vertraut zu machen. So können nach Ansicht Goebelts „die Fahrten das Selbstbewusstsein älterer Fahrer stärken und dazu beitragen, dass sie sich im Straßenverkehr weiterhin sicher fühlen“.

"Die Unfallstatistik zeigt: Ältere Autofahrer sind zwar seltener als der Durchschnitt der Bevölkerung in Unfälle verwickelt. Ist das aber der Fall, sind sie überdurchschnittlich häufig die Hauptverursacher“, sagt Experte Goebelt. 


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