Es ist ein bedeutsames Jubiläum, zugleich auch eines, das nachdenklich stimmt: Denn Menschenwürde und Respekt vor dem Nächsten sind weltweit immer noch nicht und mitunter immer weniger selbstverständlich. Die 30. Internationalen Tage gegen Rassismus finden bundesweit vom 17. bis 30. März mit vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen statt.„Die vielen Aktionen sind wichtiger denn je“, sagt Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus, in Darmstadt. Großen Mut mache, dass viele Menschen dem Rechtsrutsch in der Gesellschaft etwas entgegensetzen.
„Erfreulicherweise gibt es Hunderttausende, die für Vielfalt und gegen Rassismus auf die Straße gehen“, so Jürgen Micksch weiter. Auch während der UN-Wochen rund um den 21. März sind Tausende Aktionen geplant, einige auch in der Region. So ist in der Stadtbibliothek Geretsried aktuell die Ausstellung„Was ihr nicht seht“ von Dominik Lucha bis 26. März zu sehen. Gezeigt werden darin die Beiträge des Projekts, das der Künstler im Juni 2020, nach der Ermordung George Floyds und den „BlackLivesMatter“-Protesten, als Instagram-Kanal initiierte und das mittlerweile mehr als 130.000 Follower hat. Auf dem Kanal berichten Menschen nicht weißer Hautfarbe anonym über ihre Rassismus-Erfahrungen in Deutschland.