Señor Burns ... ist das nicht der "Diablo con Dinero" aus den Simpsons, also ein absoluter Unsympath und somit das genaue Gegenteil zum sympathischen Siebdruckkünstler Bernd Hofmann, der hinter dem Pseudonym steckt? Ganz genau, aber mit Ironie (und dem Burns-Song für Insider). Unser Giesinger Señor Burns ist jedenfalls kein Geldhai, sondern ein Künstler, der schon früh seine Liebe zum Siebdruck entdeckt hat.
Wie alle Grafiken lassen sich seine Werke vervielfältigen und sind in meist niedriger Auflage signiert zu erwerben. Eine Auswahl seiner aktuellen Arbeit findet man auf seiner Website unter senorburns.bigcartel.com , man kann ihn aber auch in seiner Werkstatt aufsuchen.

Diese liegt etwas versteckt in einem Giesinger Hinterhof. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter senorbernieburns@gmail.com. Dort gibt es die Gig-Poster von The Notwist, aber auch ein herrliches Blumenmotiv passend zum Song von "Die höchste Eisenbahn“. Sehr schön sind die mittleren Formate wie die "Ultima Ola“ (vier Siebe, 40 Exemplare), eine Hommage an die Hokusai-Welle, die heuer in der Staatsbibliothek zu sehen war. Es gibt auch kleinere Formate für die Petersburger Hängung, darunter ein idyllisches Motiv von der Münchner Hochzeitskapelle, und es gibt wieder einen Notwist-Kalender.
Siebdruck oder Serigrafie ist ein modernes Verfahren, bei dem Farbe durch ein Sieb auf seinen Träger (Papier oder Stoff) gedrückt wird, dabei nimmt man ein Sieb pro Farbe. Das aufwendige Verfahren ermöglicht dadurch einen klaren, strahlenden Farbauftrag. Andy Warhol ist mit dem Siebdruck groß geworden, die Ursprünge der Technik liegen im alten China und wurden in Japan als Aufdrucke für Kimonos perfektioniert - auch T-Shirts tragen gern Siebdruck-Motive.