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Flora von Bayern: Urwüchsig und einzigartig dokumentiert

Megapräsent für alle Pflanzenfans: Das vierbändige Werk bietet eine umfassende Übersicht aller in Bayern nachgewiesenen Pflanzenarten und dokumentiert ihre Verbreitung und Entwicklung über 80 Jahre

Flora von Bayern: Urwüchsig und einzigartig dokumentiert

Lenz Meierott u.a.: Flora von Bayern 3880 Seiten, rund 3000 Fotos, zahlreiche Grafiken Haupt-Verlag, München 2024, 28 x 24 x 17.5 cm, ca. 12 Kilogramm Preis: 178 Euro. Im Fachhandel lässt sich ein Blick in das Werk werfen! Cover: Haupt-Verlag

Was hat es mit dieser Blume auf sich, die auf einer Allgäuer Trockenwiese blüht? Google Lens erkennt sie als „Brand-Knabenkraut“, als stark gefährdete Orchidee. Die App Flora Incognita kommt zum selben Ergebnis und verlinkt zum Wikipedia-Artikel sowie den Einträgen bei Floraweb und Plant for a Future.

Wer indes Genaueres zur aktuellen Verbreitung und ihrem früheren Status wissen will, schlage besser in „Flora von Bayern“ nach, erschienen im Haupt-Verlag. Nicht nur zum Brand-Knabenkraut, sondern zu allen 6000 in Bayern historisch und derzeit nachgewiesenen Pflanzen! Dort sieht man auf einen Blick, ob eine Pflanze indigen, eingebürgert, unbeständig oder kultiviert ist. Ebenso wie sich ihr Status in den vergangenen rund achtzig Jahren entwickelt hat. Oder ob sie verschollen oder gar ausgestorben ist. Mehr als die Hälfte ist fotografisch dokumentiert, wie auch ihre Vorkommen in Tk-25-Quadranten. Zur Feldforschung eignet sich das Werk freilich nicht. Es umfasst vier Bände mit zusammen 2880 Seiten. Im Kartonschuber wiegt das gesammelte Pflanzenwissen rund zwölf Kilogramm! Mit einem Wort: Es ist das neue Standardwerk zur Flora Bayerns, ein Wunderkompendium, von dem Pflanzenfreundinnen und Pflanzenfreunde seit jeher träumen. Das Monumentalwerk ist das Ergebnis von mehr als fünfzig Jahren floristischer Forschung. Dank ehrenamtlicher Mitarbeit, koordiniert von der Botanischen Staatssammlung München und der Bayerischen Botanischen Gesellschaft. „Flora von Bayern“ stellt die erste vollständige Übersicht aller in Bayern nachgewiesenen Pflanzenarten seit 1914 dar. Im SZ-Magazin war im Sommer ein Porträt von Lenz Meierott zu finden, einem der wichtigsten Forscher des Projekts, mittlerweile 83 Jahre alt. Im Hauptberuf war er Professor an der Hochschule für Musik, Würzburg. Als Botaniker erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

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