Anzeigensonderveröffentlichung

Tempus fugit

Der Roman „Der Uhrmacher und das Flüstern der Zeit“ fügt sich zwischen Stetigkeit und Wandel

Tempus fugit

Cover: Braumüller Verlag

Zahlen, Ziffern, Zahnräder: Dem Thema Zeit hat der etwas eigenbrötlerische Hans Held sein ganzes Leben gewidmet. So heißt der Romanheld, der als groß und schlaksig, manchmal schroff und meistens ziemlich detailversessen geschildert wird. Dabei sieht er ungefähr so aus wie James Stewart. Hans Held ist Uhrmacher und wünscht sich nichts mehr als das: seine Ruhe. Doch über die Jahre hinweg verfällt er immer mehr den Gesetzmäßigkeiten, die sein Beruf mit sich bringt und er kann nicht mehr anders, als den eigenen Alltag zu zählen, zu vermessen, zu berechnen. Doch am 17150. Tag seines Lebens reißt ihn eine Kundin aus dem Trott seiner Tage: Statt eines Chronographen legt ihm die Dame eine Sanduhr zum Reparieren vor. Aber das Prinzip der wie zufällig fallenden Sandkörner verwirrt den an millimetergenaue Konstruktionen und feste Gefüge gewöhnten Mann. Der neue Auftrag ist schlichtweg Sand im seelischen Getriebe des Uhrmachers.

Unternehmen aus der Region

Die lose umeinander wirbelnden Kristalle erscheinen ihm wie schieres Chaos, von König Zufall regiert und wo sich trotzdem alles am Ende zu einer messbaren Zeitspanne fügt. Für Hans Held ist dieser Auftrag der Ruf, sich ins Ungewisse aufzumachen, ganz wie es die Struktur der von Joseph Campbell beschriebenen Heldenreise vorgibt. Und so reist unser Held schließlich zum Ursprung des Chaos und damit dorthin, wo all die Sandkörner herkommen: in die Sahara. Ebenfalls mit der Präzision eines Feinmechanikers nimmt sich Autor Hausenblas viel Zeit und Muße, seinen Held(en) in einer fein beobachteten Charakterstudie zum Leben zu erwecken. So taucht der Leser tief in dessen Lebenswelt mit ihren verlässlich-rettenden Strukturen ein und folgt dann dem gedanklichen Aufbruch, der hinausführt in eine fremde Welt. Der Roman „Der Uhrmacher und das Flüstern der Zeit“ handelt vom Wesen der Zeit, vom Wandel, vom Sichverwandeln - und vom Loslassen. Amüsant beschrieben, philosophisch-nachdenklich - eine Lesereise für lange Winterabende.


Das könnte Sie auch interessieren