
Barfuß gehen muss man üben“, sagt die freundliche Schuh- und Fußexpertin. „Warum das denn?“ fragt die Kundin und erzählt, dass sie ihren Barfußschuh eigentlich nur im Büro tragen wolle. „Die meisten Schuhe, die wir ansonsten tragen, haben eine erhebliche Sprengung“, erklärt die Fachfrau, „das heißt, dass die Ferse deutlich höher ist als der Fußballen.“ Manchmal aus optischen Gründen, manchmal um den Fuß zu stabilisieren, etwa bei Sport- oder Wanderschuhen. „Mit Folgen“, fährt sie fort, „man verlernt - im Wortsinn - auf den eigenen Füßen zu stehen und zu gehen. Wichtige Sehnen und Muskeln werden nicht mehr trainiert.“ Ein Barfußschuh erziehe hingegen automatisch zum natürlichen Bewegungsablauf, führe aber anfänglich zu ungewohnten Belastungen.
Daher rate sie Barfuß-Neulingen immer: „Gewöhnen Sie Ihre Füße peu à peu an ein Barfuß-Leben. Auch im Büro.“ Zum Beispiel mit einem Einsteiger-Barfußschuh wie den Leguano Go des Herstellers Leguano. Der ist einem Westerwald-Dorf zu Hause und hat auch in Ulm eine Manufaktur.
Die Kundin zieht sich die Schuhe an und freut sich: „Fühlt sich gut an, fast wie barfuß.“ Das Oberteil besteht aus Polyester, die sehr biegsame genoppte Sohle aus einem synthetischen Material. Die Zehen haben viel Raum und spielen beim Bewegungsablauf eine aktive Rolle. Wie auch die Fußunterseite, die dank der dünnen Schuhsohle beständig stimuliert wird. So wie am Strand und auf einer Wiese. „Am liebsten würde ich die Schuhe gleich anbehalten“, bekennt die Kundin.
Doch draußen regnet's gerade. „Dem Leguano Go macht das nix“, stellt die Fachfrau klar, „ihre Füße könnten aber etwas feucht werden.“ „Kein Problem“, sagt die Kudin, ihr Lieblingsfilm sei schließlich „Barfuß im Park“. Ihr Gatte überlegt kurz und beschließt: „Für mich auch ein Paar!“ Leguano Go, Unisex-Barfußschuh, verschiedene Farben, 159 Euro, in vielen Fachgeschäften, mit Profi-Beratung und Umtausch