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Wider den Hexenschuss

Eine kräftige Muskulatur ist Voraussetzung für einen gesunden, leistungsfähigen Rücken

Wider den Hexenschuss

Langfristig hilft nur gezieltes Training der Rückenmuskulatur. Foto: Adobe Stock

Eine ruckartige Bewegung kann genügen - und urplötzlich schießt ein heftiger Schmerz in den unteren Rücken ein. Fast jeder erleidet in seinem Leben mindestens einen Hexenschuss oder eine Lumbago, wie die Orthopäden das Krankheitsbild nennen. Ursache ist meist eine akute Blockierung entweder eines Zwischenwirbelgelenks der Lendenwirbelsäule oder des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks, ausgelöst zum Beispiel durch das Anheben einer Last oder nach einer falschen Bewegung. Die Schmerzen schränken die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule erheblich ein: Die Betroffenen können sich nicht mehr bücken, manchmal auch kaum mehr gehen oder stehen.

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So heftig die Akutsymptome meist sind - in der Regel klingt ein Hexenschuss innerhalb weniger Tage von allein wieder ab. Aber er sollte den Betroffenen eine Warnung sein. Denn eine akute Lumbago kann jederzeit erneut auftreten, insbesondere, wenn die Rückenmuskulatur chronisch geschwächt ist. Dies ist Schätzungen zufolge hierzulande bei fast jedem dritten Erwachsenen der Fall: Ihre Rückenmuskulatur ist verkümmert und im Rücken zwickt, drückt und zieht es, weil die Wirbelsäule nicht mehr optimal stabilisiert ist und die Belastung für Bandscheiben und Wirbelgelenke nicht mehr ausreichend abgefedert wird.

Tatsächlich ist eine zu schwache Rumpf- und Rückenmuskulatur deutlich häufiger für Rückenprobleme verantwortlich als ein Bandscheibenvorfall, ein verengter Wirbelsäulenkanal oder Verschleißerscheinungen an Knochen und Gelenken - auch weil kraftlose Muskeln anfälliger für schmerzhafte Verhärtungen und Verspannungen sind: Durch Fehl-, Überbeziehungsweise einseitige Belastungen werden einige Muskeln überfordert, wohingegen andere brach liegen. Dadurch verkürzen und verhärten die Muskeln, und die Muskelkraft nimmt nach und nach ab. Umgekehrt bildet eine gut trainierte Rückenmuskulatur ein natürliches Stützkorsett für Knochen und Gelenke, sie ist locker und belastbar.

Schonhaltung

Vor allem Menschen, die berufsbedingt täglich viele Stunden sitzen oder stehen müssen, sind anfällig für muskulär bedingte Schmerzen im Rücken, ebenso Personen, die körperlich kaum aktiv sind. Aber auch Menschen mit einer Haltungsstörung sind gefährdet. Insbesondere ein Rundrücken oder ein hohlrunder Rücken führen zu einer Überlastung der Rückenmuskulatur - und damit über kurz oder lang zu Rückenschmerzen. Andererseits können anhaltende Muskelverspannungen selbst eine Fehlhaltung nach sich ziehen. 

Meist nehmen die Betroffenen nämlich unbewusst eine Schonhaltung ein, um die Schmerzen erträglich zu halten und provozieren so nun eine Überlastung anderer Muskelpartien. Hinzu kommt, dass auch das Zusammenspiel von Muskeln, Wirbeln, Bandscheiben und Bändern empfindlich gestört wird, wenn die Muskulatur immer wieder von Verspannungen betroffen ist - und dies kann mit der Zeit die gesamte Wirbelsäule in Mitleidenschaft ziehen. Auf diese Weise entsteht ein Teufelskreis mit der Folge, dass sich die Beschwerden weiter verschlimmern.

Muskelverspannungen machen sich hauptsächlich durch ziehende, dumpfe oder drückende Schmerzen bemerkbar. Besonders oft sind die Schulter-Nacken-Muskulatur und die Muskelgruppen im Bereich der Lendenwirbelsäule betroffen. Auch Bewegungseinschränkungen können auftreten. Dann besteht beispielsweise ein unangenehmes Steifigkeitsgefühl in der Lendenregion, und das Bücken oder Heben von Gegenständen fällt schwer. Bei einer verspannten Nackenmuskulatur kann es passieren, dass man seinen Kopf nicht mehr nach hinten drehen kann, um über die Schulter zu blicken. Aber auch (Spannungs-)Kopfschmerzen sind eine häufige Begleiterscheinung von Muskelverspannungen im Nackenbereich.

Rückentraining

Um die Beschwerden in den Griff zu bekommen, ist Eigeninitiative gefragt. Zwar kann es im akuten Zustand sein, dass ärztliche Hilfe notwendig ist, doch langfristig lassen sich Muskelverspannungen nur durch einen ausgewogenen Wechsel zwischen Belastung und Entlastung vermeiden. Neben der regelmäßigen Ausübung einer Ausdauersportart wie Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Walken bietet sich ein aktives Rückentraining an, mit der Rumpf-, Bauch- und Schulter-Nackenmuskulatur gezielt gekräftigt werden.

Idealerweise erlernt man zunächst unter Anleitung eines Physiotherapeuten, wie verkürzte Muskeln gedehnt und schwache Partien gestärkt werden können, bevor die Übungen zu Hause durchgeführt werden. Wichtig sind Ausdauer und Regelmäßigkeit: Täglich zehn bis fünfzehn Minuten üben ist besser als einmal eine Stunde pro Woche. Manche Menschen profitieren auch davon, eine Entspannungstechnik zum Abbau von Stress zu erlernen - auch diese Form der Therapie kann zu einer Linderung von schmerzhaften Muskelverspannungen beitragen.

Und auch dies könnte ein Ansatzpunkt mit therapeutischem Potenzial sein: Bandscheiben, Wirbelgelenke, Bänder und Muskeln entlasten und erholen sich am besten in der horizontalen Ruhelagerung. Umso wichtiger ist eine optimale Liegesituation im Bett. Passt zum Beispiel die Matratze nicht, ist sie zu hart oder hängt sie stark durch, können sich die Muskeln nicht entspannen, die Knochen werden nicht ausreichend gestützt, und die Bandscheiben können nicht regenerieren. Wer also häufig unter Rückenschmerzen leidet, sollte seine Schlafstätte unbedingt einer kritischen Prüfung unterziehen - und sich dann in einem Fachgeschäft ergonomisch fundiert beraten zu lassen, wenn es darum geht, eine Matratze zu finden, die zum Körper passt.
Nicole Schaenzler


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