Alle heißen Luna: Schon im vierten Jahr in Folge ist das der beliebteste Name für Hündinnen, wie eine Auswertung ergeben hat. Es ist ein Name, den fast jeder gut findet: Ältere Halter genauso wie jüngere, Herrchen wie Frauchen. Ebenfalls sehr beliebt für weibliche Tiere sind die Namen Nala, Bella, Emma, Frida, Maja und Amy. Sie haben eines gemeinsam: Sie sind einfach, leicht auszusprechen und klingen freundlich. Und wie schaut es bei Lieblingsnamen für Rüden aus? Balu belegt wie seit Jahren den Spitzenplatz, gefolgt von Milo, Buddy, Bruno, Rocky, Lucky, Oskar, Sammy, Loki und Leo.
Die Namenswahl für einen Hund ist oft eine sehr persönliche Entscheidung und spiegelt die Beziehung zwischen dem Hundehalter und seinem Haustier wider. Auffällig: Hundenamen unterscheiden sich heute oft nicht mehr von Vornamen für Menschen, wie an der Liste zu erkennen ist. Emma, Maja und Bruno sind Namen, die dem Hund eine menschenähnliche Persönlichkeit verleihen. Das war nicht immer so: Früher gaben viele Besitzer ihren Vierbeinern typische Hundenamen wie beispielsweise Hasso und Rex für Schäferhunde, Waldi für Dackel und Fiffi für die Zwergerl unter den Rassen.
Die Namenswahl lässt viel Interpretationsspielraum: Wenn ein Hund „Buddy“ (auf Englisch so viel wie „,Kumpel“ oder „bester Freund“) heißt, dann weiß man damit gleich, was Sache ist. Manche Besitzer lassen sich gern von Lebensmitteln inspirieren: Ziemlich häufig gibt es den niedlich klingenden Namen „Krümel“, und auch Toffee“, “Whisky“ oder „Bailey“ versüßen ihren Haltern das Leben, während „Pepper“ wohl mehr Pep in deren Alltag bringen soll. Evergreens unter den Hundenamen sind „Bella“ oder „Rocky“. Auch berühmte Filmhunde sorgen für Anregung. Aus Realfilmen wie „Ein Hund namens Beethoven“, „Marley und ich“ und Zeichentrickfilmen wie „Cap und Capper“, „Perdita“ und „Pongo“ aus „101 Dalmatiner“ oder natürlich „Susi und Strolch“.
Die Wahl des Namens ist wichtig, denn der Hund trägt ihn schließlich sein Leben lang. Am einfachsten für ihn zu lernen sind Namen, die höchstens zweisilbig sind, die die Vokale a und o enthalten, auf ein i oder y enden und weich klingen. Damit kommt er gut zurecht. Der Name sollte keinem Kommando ähneln, um beim Hund nicht Verwirrung zu stiften (zum Beispiel hört sich „Bruce“ so ähnlich an wie „bei Fuß“ oder „Mats“ wie „Platz“). Ratsam ist es zudem einen Namen zu wählen, der zur Rasse und Größe des Hundes passt. Sonst gibt es unerwünschte Lacher, wenn der Yorkshire-Terrier mit „Herkules“ oder „Wotan“ auf starken Macker macht. Wenn der vom Züchter ausgesuchte Namen nicht gefällt, lassen sich Welpen problemlos umbenennen. Sie werden vom Züchter meist im Alter zwischen acht und zwölf Wochen abgegeben. Zu diesem Zeitpunkt hat sich das Tier noch nicht an seinen Namen gewöhnt. Wer einen älteren Hund von einem Vorbesitzer übernimmt, sollte dagegen den Namen nicht ändern: Für den Hund ist die Umgewöhnung an ein neues Zuhause schon Stress genug.