Noch ist Zeit, Blumenzwiebeln zu pflanzen, aber lange sollte man nicht mehr warten. Bis November müssen die Frühblüher wie Tulpen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen und Krokusse in die Erde gesetzt werden, damit sie noch ein paar Wochen Zeit haben vor dem Frost Wurzeln zu bilden und im Frühjahr zuverlässig austreiben. Über der Erde ist davon nichts zu sehen. Doch unten im Boden beginnen schon die Vorbereitungen für den Frühling. Die Zwiebeln lagern Nährstoffe ein, bilden Wurzeln und warten dann monatelang auf die wärmenden Frühjahresstrahlen.

Als Faustregel gilt beim Einsetzen: Die Pflanztiefe sollte etwa doppelt so groß sein wie die Zwiebel. Das wären bei Tulpen dann etwa zehn Zentimeter Tiefe und bei den kleinen Krokussen fünf. Wichtig ist, dass der Boden noch feucht und die Erde locker und durchlässig ist. Staunässe lässt nämlich die Zwiebeln faulen. Bei schweren Böden lohnt es sich deswegen eine Drainageschicht aus Sand oder feinem Kies anzulegen. Gepflanzt wird mit der Spitze nach oben. Ein Pflanzkorb schützt vor gefräßigen Wühlmäusen. Besonders natürlich sieht es aus, wenn man mehrere Zwiebeln in lockeren Gruppen setzt, statt sie streng in Reih und Glied anzupflanzen. Damit der Garten im Frühjahr möglichst lange blüht, kann man verschiedene Sorten kombinieren. Zuerst frühe Krokusse oder Schneeglöckchen, später Tulpen und den Zierlauch Allium. Praktisch sind Plätze zwischen den Stauden, die im Frühjahr noch klein sind und später durch ihr frisches Grün die vergilbenden Blätter der Zwiebelblumen verdecken.
Wer beim Pflanzen gerne experimentiert, kann neue Züchtungen ausprobieren. Bei den Tulpen gibt es zum Beispiel Sorten mit changierenden Farbtönen oder zweifarbige Varianten. An Pfingstrosen erinnern die gefüllten Formen, wunderschön, aber nichts für die Insekten. Wer diesen etwas Gutes tun möchte, wählt einfache, ungefüllte Sorten. Sie bieten Bienen und Hummeln wertvolle Nahrung in einer Zeit, in der sonst kaum etwas blüht. Bei der Farbwahl lohnt sich ein Blick auf Kontraste und Harmonie. Edel wirkt eine Kombination von rosafarbenen Tulpen, weißen Krokussen und hellblauen Traubenhyazinthen. Fröhlich wirken kräftige und kontrastreiche Farben: Rote Tulpen neben gelben Narzissen, orangefarbene Tulpen neben den großen lilafarbenen Kugeln des Zierlauchs.
Für Balkon und Terrasse eignen sich Blumenzwiebeln übrigens genauso gut. Wichtig ist ein ausreichend tiefes Pflanzgefäß mit einem Loch am Boden, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann und Staunässe vermieden wird. Über dem Loch kann man zunächst Kies oder Blähton einfüllen, darüber kommt Blumenerde, die man mit etwas Sand mischen kann. Nach dem Einsetzen der Blumenzwiebeln kommen die Töpfe an einen kühlen Ort. Darauf achten, dass sie leicht feucht bleiben, und dann heißt es nur noch Geduld, bis im Frühjahr die ersten Blätter herausspitzen.
Pat