Nicht jeder kann sich über einen Platz in einer Garage freuen und für einen Bau fehlen der Platz, die Genehmigung oder das Geld. Eine Alternative kann ein Carport sein. Zunächst sind die rechtlichen Fragen zu klären: Kann ich einen Carport installieren, brauche ich eine Baugenehmigung? Das muss im Vorfeld mit den zuständigen Behörden besprochen werden. Nachbarn sollte man über sein Vorhaben informieren, vor allem wenn man nahe an fremde Grundstücksbereiche gerät.
Dann stehen die nächsten Eckpunkte an: Wie viele Autos möchte ich unterbringen, soll Platz für Fahrrad und Motorrad sein, benötigt man noch Stauraum in einem angegliederten Schuppen? All das bestimmt Größe und Ausmaß des Carports, bevor es ans Material geht. Exemplare aus Holz sind Klassiker. Stahl und Aluminium verleihen einen cleanen, modernen Look. Bei den Dachformen überwiegen Flachdächer. Sattel- und Walmdächer kommen infrage, vor allem wenn sie sich gestalterisch dem Wohngebäude annähern sollen. Solar-Carports werden immer beliebter. Die Photovoltaik-Technik samt Anbindung ans Haus ist ausgereift genug, um auch Laien keine Schwierigkeiten zu machen. Wer ein E-Auto zu Hause aufladen möchte, für den ist ein Unterstand mit „E-Tankstelle“ empfehlenswert.
Fachleute beraten, wie man die beste Ausbeute der Sonnenenergie hinbekommt und welches Equipment dafür nötig ist. Im Handel finden sich Bausätze, die sich mit Geschick auch von Laien aufstellen lassen. Zumindest betrifft das die Grundstruktur. Für die technische Ausstattung kann man sich Profis holen. In unseren Breiten ist die Schneelast ein Faktor, den man beachten sollte. Wenn der Schnee vereist oder länger nicht heruntergefegt wird, kann schnell ein Gewicht von bis zu 900 Kilo pro Kubikmeter zusammenkommen. Auskünfte über empfohlene Werte erteilt das zuständige Bauamt. Anhaltspunkte geben auch die Angaben zu den Schneelastzonen in Deutschland, die online zu finden sind. Wenn der Carport steht, sollte man zumindest einmal im Jahr an die Pflege denken. Auch wenn das verwendete Holz bereits imprägniert ist, kann ein Anstrich mit einer schützenden Lasur nicht schaden. Carports aus Metall bleiben länger ansehnlich, wenn man sie ab und zu mit Wasser vom Schutz befreit und unschöne Stellen pflegt. Kai-Uwe Digel