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Zeitlos und naturverbunden

DIE DETAILS ZÄHLEN Die Kombination aus weichen Stoffen, Messing-Accessoires, Zimmerpflanzen und persönlichen Lieblingsstücken schenkt dem in warmen Farben gehaltenen Raum Behaglichkeit. Foto: iStock

EXTRAVAGANZA

Zeitlos und naturverbunden

Auch 2025 bleibt die zurückhaltende Gemütlichkeit des skandinavischen Stils im Interior Design führend

Der Inbegriff von Wohlbefinden und Geborgenheit, „Hygge“, wurde zuletzt reichlich überstrapaziert. Seit der Veröffentlichung eines Glücksratgebers 2016 ist das Wort in aller Munde. Insbesondere aus der Wohnkultur ist der gleichnamige Einrichtungsstil, der zeitlose Ästhetik und Funktionalität mühelos vereint, nicht mehr wegzudenken. 

Ob Skandi-Style oder verknüpft mit Einflüssen aus anderen Kulturen wie der Zen-Lehre beim „Japandi“-Stil: Das nordische Design bleibt auch 2025 stilprägend. Die jährlich in Kopenhagen stattfindende Messe Three Days of Design trägt mit den dort vorgestellten kreativen Neuheiten maßgeblich dazu bei, den Einrichtungsstil weiter voranzutreiben.

Und so wird das Interieur des kommenden Jahres reduzierter und zurückhaltender sein als heute. Modulare Möbel, Erdtöne und warme Metallic-Accessoires aus Kupfer oder Bronze bringen Ruhe ins Zuhause und fördern das Wohlbefinden. Spa-Bäder, Yogastudios oder Meditationsräume bedienen den Wunsch nach Ruhe und Erholung. Elemente aus dem biophilen Design wie organische Formen, große Zimmerpflanzen und Naturmaterialien wie Holz, Ton oder Stein schaffen eine Verbundenheit mit der Natur Nachhaltige Produktionsprozesse gewinnen an Bedeutung. 

Die Verwendung ungiftiger Materialien ist eine wichtige Vorgabe. Bedeutend bleiben darüber hinaus recycelte Stoffe und das Redesign von Objekten. Handgefertigte Einzelstücke, aufgearbeitet oder neu, geben dem Zuhause eine individuelle Note.

SINNLICHER WOHNEN

Die Naturverbundenheit setzt einen Gegenpol zur Smart-Home-Technik, deren Einsatz immer selbstverständlicher wird. Lichtquellen, Raumklima und Sicherheitssysteme passen sich den Bedürfnissen des Menschen an und steigern das Wohlbefinden. Eine multisensorische Gestaltung, wie sie bei Hospitality-Projekten wie der Hotelgestaltung üblich ist, unterstreicht dies. Räume sollen nicht nur visuell ansprechend sein, sondern auch mit Düften, stimmungsvoller Beleuchtung und einer angenehmen Akustik zu mehr Entspannung beitragen. 

Besonders wichtig ist die Haptik: Weiche Teppiche, reliefartige Tapeten für Wand und Decke, strukturreiche Flächen aus Kiesel oder Schiefer schaffen eine zusätzliche Dimension des sinnlichen Erlebens: Interieur zum Anfassen - für „hyggeliges“ Wohlbefinden. Heike Hieronymus

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 12.12.2024

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