Ein Zaun kann dafür sorgen, dass Kind und Haustier nicht auf die Straße ausbüxen, kann Sichtschutz oder ein Klettergerüst für Pflanzen sein. Primär ist ein Zaun aber eine Einrichtung, die vor Eindringlingen schützen soll. Auch wenn man keine Reichtümer im Haus verwahrt, ist ein Einbruch immer ein belastendes Eindringen in die Privatsphäre, das zudem Schäden hinterlässt. Bis die Smarthome-Sicherungssysteme im engen Hausumfeld aktiv werden, kann schon so manches beschädigt oder zerstört sein.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, gibt es intelligente Zäune, die mit Sensoren verschiedener Art ausgestattet sind. Etwa mit Bewegungsmeldern, Vibrationssensoren, Infrarotdetektoren, Radar, Lasersensoren (LIDAR), Mikrowellen-Lichtschranken, Bodendetektoren oder Videoanalytics. Will ein ungebetener Gast den Zaun überwinden, bleibt dies nicht unbemerkt und löst Warnsignale aus. Die kanadische Firma Senstar mit deutscher Niederlassung in Maintal wie auch das österreichische Unternehmen STYX Sicherheitstechnik spezialisieren sich auf derartige Systeme und statten sie mit den modernsten Technologien aus, die auch mit anderen Sicherheitssystemen korrespondieren können. Die von den Sensoren übermittelten Daten laufen im zentralen Kontrollraum oder im Sicherheitsmanagementsystem zusammen und werden mit spezieller Analysesoftware ausgewertet.
Wer sich schon bei der mit Bewegungsmeldern ausgestatteten Außenbeleuchtung über bereits von Mäusen ausgelöste Fehlalarme geärgert hat, sei beruhigt. Dank der KI und maschinellen Lernalgorithmen werden bei intelligenten Zäunen derartige Fehlfunktionen sukzessive eliminiert, bis diese zwischen potenziellen Bedrohungen und irrelevanten Vorkommnissen nahezu sicher zu unterscheiden verstehen.
REINHARD PALMER
Erschienen im Tagesspiegel am 04.09.2026