Serviceunterstützte Wohnformen - eine Kombination aus selbstständigem Wohnen und Betreuung im Bedarfsfall - werden zunehmend beliebter. Grundgedanke dieser Anlagen ist die Möglichkeit zur autarken Lebensführung in einer privaten Wohnung, ohne auf Sicherheit, Geborgenheit sowie hauswirtschaftliche und pflegerische Unterstützung zu verzichten. Gerade für rüstige ältere Menschen, die ihren Haushalt selbst führen möchten, aber wenn nötig - umfangreiche Serviceleistungen im unmittelbaren Wohnumfeld in Anspruch nehmen wollen, ist "Wohnen mit Service" ideal.
Neben Wohnformen im Eigentum werden Konzepte als Genossenschaftsanteil oder zur Miete angeboten. Je nach Bedarf sind die Immobilien barrierefrei, in ihrer Ausstattung komfortabel bis luxuriös. Die Serviceleistungen können als tägliche Betreuungsangebote genutzt werden oder individuell gestaffelt. Zudem kann bezüglich des Umfeldes zwischen der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und generationenübergreifendem Wohnen gewählt werden.
Diese Wohnformen richten sich nicht nur an Senioren, sondern auch beispielsweise an Behinderte oder psychisch Kranke, die von Therapeuten oder Pflegekräften, Psychologen oder Erziehern dahingehend betreut werden, dass individuelle Probleme bewältigt werden, ohne die Autonomie zu verletzen.
Dabei spielen Selbstständigkeit und Sicherheit die größte Rolle. Die Angebotspalette reicht auch hier von freifinanzierten Mietwohnungen und Sozialwohnungen bis hin zu Genossenschaftswohnungen - diese Wohnungen können an ein Pflegeheim angeschlossen sein oder über einen integrierten Stützpunkt eines ambulanten Pflegedienstes verfügen.
ANDREA HOFFMANN
Erschienen im Tagesspiegel am 11.11.2025