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WOHN DICH GLÜCKLICH!

FRÖHLICHKEIT BEIM AUFSTEHEN UND SCHLAFENGEHEN: EIN SCHLAFZIMMER IM „DOPAMIN-DECOR“. FOTO: IKEA

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WOHN DICH GLÜCKLICH!

Einrichten im „DOPAMIN-STYLE“ soll ein POSITIVES GEFÜHL vermitteln

Einen Neurotransmitter, also einen Botenstoff, der im Körper Signale von Nervenzelle zu Nervenzelle transportiert, würde man vielleicht nicht unbedingt mit einem Einrichtungstrend in Verbindung bringen - aber es geht: „Dopamin-Decor“, oder auch „Dopamin-Style“ lehnt sich daran an, dass Dopamin als Verwandter des Adrenalins oft als „Botenstoff des Glücks“ bezeichnet wird, da er an unserem Glücksempfinden beteiligt ist. Es gibt sogar wissenschaftliche Arbeiten darüber, dass sich Farben und Formen positiv auf uns auswirken können, wenn sie die Ausschüttung des Botenstoffs anregen. Glück und Wohlbefinden hängen also auch mit der Umgebung zusammen, in der wir leben. Mit der Wohnung, den Möbeln und den Gegenständen, mit denen wir uns täglich umgeben. Mit fröhlichen Farben und besonderen Mustern können sie zu einem positiven Grundgefühl verhelfen. „Wohn Dich glücklich“ könnte also der Slogan zum „Dopamin Decor“ lauten. Das heißt natürlich nicht, dass man sein Zuhause dafür komplett entrümpeln müsste. Oft helfen schon wenige neue Stücke dabei, dem Wohnumfeld eine andere Aussage zu verleihen. Auch lieb gewonnene Teile neu zu arrangieren oder Center-Pieces in einen ganz neuen Kontext zu stellen, kann dazu beitragen.

Welches Möbelstück macht mir Freude?

AUCH EINZELNE TEILE VERHELFEN ZU MEHR FRÖHLICHKEIT IM RAUM. FOTO: MUUTO
AUCH EINZELNE TEILE VERHELFEN ZU MEHR FRÖHLICHKEIT IM RAUM. FOTO: MUUTO

So ähnlich wie es die bekannte Aufräumberaterin Marie Kondō in Sachen Ausmisten empfiehlt, schlagen es auch die Einrichtungs-Fachleute vor, zunächst mit wachem Auge durch die Wohnung zu gehen und zu überlegen, welche Stücke einem ein ganz besonders gutes Gefühl vermitteln. Mit einer schönen Erinnerung vielleicht, weil ein Möbel so bequem ist, oder einfach durch die Zufriedenheit, einen echten Design-Klassiker sein Eigen zu nennen. Die Einrichtung, die die Ausschüttung von Dopamin begünstigen soll, ist bunt, abwechslungsreich und ungewöhnlich im Look. Das bedeutet aber keinesfalls, dass ein zusammengewürfelter Haufen farbiger Gegenstände etwas fürs Wohlgefühl tut. Vermutlich wäre sogar das Gegenteil der Fall, denn die Dosis macht das Glück. Im Schlafzimmer zum Beispiel mit einer fröhlichen Bettwäsche oder einem Bild, das durch seine Farben Harmonie vermittelt. Im Wohnzimmer können schon einige farbenfrohe Zierkissen auf der einfarbigen Couch für prickelnde Akzente sorgen, und auch die einfache Kombination von altgedienten Möbeln mit einer aktuellen Leuchte kommt oft ziemlich gut. Wer an seinen geradlinigen Stücken gerne festhalten möchte, der kann sich vielleicht mit einem Teppich im Mustermix anfreunden, denn Kontraste sorgen auf jeden Fall für Abwechslung. Und auch wenn das vielleicht kein Fall für alle Lesefans ist: Bücher, die nach Farbe geordnet sind, bringen Pep ins Regal und reichen mitunter schon für den gewissen Fröhlichkeitskick im Raum.

Jeder Raum hat Potenzial

Besonders leicht fällt es auch den Essbereich dopaminfähig zu gestalten. Eine bunte Tischdecke, farbenfrohe Gläser oder ebensolches Geschirr, das mal nicht in weiß gestaltet ist, helfen dabei genauso wie eine knallig-leuchtende Lampe über dem Esstisch oder farbige Stühle, die man vielleicht schon durch zig Wohnungen geschleppt oder einst als Schnäppchen im Möbelhaus ergattert hat. Wenn der Tag immer schon frohgemut beginnen soll, dann gilt es natürlich, auch das Badezimmer im Dopamin-Decor zu gestalten. Ganz Mutige greifen da zur plakativen Fliesenfarbe, aber auch ein farbiger Duschvorleger, die darauf abgestimmte Handtuchkollektion oder eine Pflanze in sattem Grün bringen schon eine Menge.

Wer daheim über einen echten Eingangsbereich verfügt, kann auch diesen zur Visitenkarte der positiven Ausstrahlung machen. Mit funktionalen Möbeln für die Aufbewahrung von Klamotten und Kleinzeug und mit einer praktischen Sitzgelegenheit zum Schuhebinden zum Beispiel. Diese Teile dürfen optisch auf jeden Fall richtig hervorstechen, ratsam ist es aber bei ihrer Auswahl in einer Farbwelt zu bleiben, damit das Zuhause nicht schon beim Reinkommen irgendwie nach Sammelsurium aussieht.

KAI-UWE DIGEL

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 07.06.2025

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