Anzeige

Vorreiter in München - KI in der Strahlentherapie Pasing

Das Team der Strahlentherapie Pasing

SPEZIAL WELTKREBSTAG

Vorreiter in München - KI in der Strahlentherapie Pasing

Dr. Stoll, Leiter der Strahlentherapie Pasing, betont KI-Einsatz für Genauigkeit und Effizienz in der Therapieplanung. Ziel: Verbesserung der Tumorheilung, Reduzierung von Nebenwirkungen.

Ein Ortstermin.
Die Frage, ob Künstliche Intelligenz ein Fluch oder ein Segen ist, beantwortet der Ärztliche Leiter der Strahlentherapie Pasing, Dr. Peter Stoll, mit einem verschmitzten Grinsen: „Sehen Sie, in der Medizin gibt es so einige Dinge, die beides sind - nehmen Sie den Roten Fingerhut: mit den daraus gewonnenen Stoffen können Sie Ihre Schwiegermutter umbringen. Andererseits kann man damit - richtig dosiert - in Form von sogenannten Glykosiden schwache Herzen stark machen und so vielen Menschen mit Herzerkrankungen helfen. So ähnlich ist das auch mit den Strahlen: sie können in den Händen von Verbrechern viele Menschen töten, aber richtig dosiert und angewendet sind sie inzwischen alleine oder in Kombination mit anderen Therapieverfahren für 50% aller dauerhaften Tumorheilungen verantwortlich.
 Mit der Kl verhält es sich genauso: bei all den Gefahren, auf die in diesem Zusammenhang immer wieder hingewiesen wird, birgt sie gerade für unser Fach riesige Möglichkeiten, die uns helfen, uns weiter zu verbessern und den Wettlauf mit dem Krebs für uns zu entscheiden. Wenn wir die Erfolgsgeschichte also weiterschreiben wollen, dann müssen wir uns ständig weiterentwickeln.
Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir als hochtechnisiertes Fach die Möglichkeiten nutzen, die uns der rasante Fortschritt in der digitalen Welt bietet.“
Wie genau hat man sich den Einsatz einer Kl in der Strahlentherapie vorzustellen und wo liegt der Nutzen für den Patienten?

Eine Strahlenbehandlung, so Stoll, gliedere sich in mehrere Phasen. Vor der eigentlichen Therapiephase sei eine akribische Planung nötig. Von einer möglichst präzisen und auf den individuellen Patienten abgestimmten Planung hänge der Erfolg der Therapie ganz entscheidend ab.
Zunächst werde eine Computertomographie der Region, in der bestrahlt werden soll, angefertigt. Der Arzt zeichne dann auf den einzelnen Schichten dieser Bildgebung im Computer sowohl das Zielgebiet der Behandlung ein als auch die sogenannten Risikostrukturen - also die Organe, die so gut wie möglich von der Bestrahlung ausgespart werden sollen. Je besser dies gelinge, umso weniger Nebenwirkungen verursache die Strahlentherapie und umso effizienter sei sie im Tumorgebiet.

„Diese Prozedur“, erläutert Stoll, „kann manchmal recht langwierig sein und ist im Hinblick auf die Genauigkeit immer auch davon abhängig, wie erfahren der jeweilige Arzt ist. Und genau hier kommt die Kl zu Einsatz: wir haben in diesen Teil des Therapieprozesses ein Programm integriert, das sich auf der Basis Künstlicher Intelligenz ständig weiterentwickelt und uns bei der Konturierung der Risikostrukturen hilft. Ein Programm, dass selbst erkennt, was als Risikostruktur markiert werden muss und sich individuell an die jeweilige Anatomie des jeweiligen Patienten anpasst.“
Er und seine Kollegen seien zunächst skeptisch gewesen, da es bereits seit langem nicht-Kl-basierte Autokonturierungsprogramme mit sehr überschaubaren Ergebnissen gebe. „Wir haben das Programm als erste Einrichtung im Raum München jetzt mehrere Monate getestet und sind hellauf begeistert.“
Die Vorteile liegen laut Stoll auf der Hand: Die Ärzte kontrollieren die Kl und die Kl kontrolliert die Ärzte - im Ergebnis werde ein bisher nicht erreichtes Optimum an Genauigkeit erzielt. Und dies senke Anzahl und Schwere der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Verbesserung des Therapieerfolgs.
Stoll: „Das erreichen wir dann auch noch mit einer deutlichen Zeitersparnis. Die eingesparte Zeit kommt direkt unseren Patienten zugute: zum einen dadurch, dass wir Ärzte einfach mehr Zeit für unsere Patienten haben, was ja bei Krebserkrankungen gerade auch in einem so technischen Fach unglaublich wichtig ist. Zum anderen verkürzt es aber auch signifikant die Zeit, bis die Therapie beginnen kann - eine bei diesen Erkrankungen oftmals entscheidende Komponente.“

KI-Modelle lernen die relevanten Eigenschaften ihrer Trainingsdaten und nutzen diese Informationen, um genaue Konturen auf neuen Scans zu erzeugen.
KI-Modelle lernen die relevanten Eigenschaften ihrer Trainingsdaten und nutzen diese Informationen, um genaue Konturen auf neuen Scans zu erzeugen.

 Als Fazit, so Stoll, könne man sagen, dass die KI die Strahlentherapie noch präziser und noch schneller mache. Beides entscheidende Vorteile auf dem Weg zum Therapieerfolg bei Krebserkrankungen.
Die RadioOnkologieNetzwerk ergéa Group ist ein dynamisch wachsendes, familiengeprägtes und ärztegeführtes Unternehmen mit derzeit rund 700 Beschäftigten. Der bundesweit aufgestellte Praxenverbund, der seinen Schwerpunkt in der ambulanten Krebstherapie hat, bietet seinen Patienten und Mitarbeitern Spitzenmedizin in modernen Räumlichkeiten und die Vorteile einer vernetzten Verbundstruktur mit modernster Hochpräzisions-Technologie sowie eine große fachliche Expertise an allen Praxisstandorten. Aktuell verfügt die RadioOnkologieNetzwerk ergéa Group über ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, 24 strahlentherapeutische Praxen, zwei internistisch-onkologische Schwerpunktpraxen, eine chirurgische Praxis sowie eine radiologische Praxis.

Strahlentherapie Pasing München

Steinerweg 5 | 81241 München | Tel. +49 (0)89 88922357 | E-Mail: info@strahlentherapie-pasing.de | www.strahlentherapie-pasing.de

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 02.02.2024

Das könnte Sie auch interessieren