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Smarte Technik für ein leichteres Leben

VIRTUELLE ASSISTENTEN ZU NUTZEN KANN AUCH EINE ERLEICHTERUNG IN DER HÄUSLICHEN PFLEGE BEDEUTEN. FOTO: ADOBE STOCK

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Smarte Technik für ein leichteres Leben

Ambient Assisted Living als Unterstützung im Wohnumfeld

Ob Alter, Krankheit, Behinderung oder temporäre Einschränkungen - egal, aus welchen Gründen man zu Hause Unterstützung braucht: Jede Hilfe ist willkommen, um so lange wie möglich im gewohnten Umfeld bleiben zu können oder um sich bei den Aufgaben des Alltags ein wenig leichter zu tun. Tatkraft und Initiative von menschlicher Seite sind dabei essenziell; Betroffene, Angehörige und Pflegepersonal können in der täglichen Praxis aber von Smarthome-Technik und künstlicher Intelligenz (KI) profitieren. „Ambient Assisted Living“ (AAL) nennen das die Fachleute. Ein Begriff, der etwa nach Lesart der Krankenkasse AOK „umgebungsunterstützes Leben“ bedeutet oder einfach Assistenzsysteme, die das Leben und Wohnen mit besonderen Bedürfnissen einfacher machen und die Selbstständigkeit zu Hause fördern und verlängern. Technische Geräte wie Saugroboter, bedienerfreundliche Handys oder Hausnotrufe kommen dabei schon länger zum Einsatz.

Offenheit für die Anwendungen

Nun aber könnte die sich stetig fortentwickelnde KI einen zusätzlichen Beitrag leisten. Noch ausgeklügelter in Notfallsituationen zum Beispiel. Denkbar sind hier Sensor- und Kamerasysteme, die kontinuierlich die Situation in der Wohnung oder in bestimmten Räumen überwachen und bei auffälligen Situationen wie einer Bewegungslosigkeit eigenständig einen Notruf absetzen, oder auch das Monitoring durch intelligente Matratzen, die die Vitaldaten einer Person überwachen.

NOCH IST DER PFLEGENDE ROBOTER EINE ZUKUNFTSVISION. FOTO: ADOBE STOCK
NOCH IST DER PFLEGENDE ROBOTER EINE ZUKUNFTSVISION. FOTO: ADOBE STOCK

Apps zur Medikamenteneinnahme sind schon seit einigen Jahren erhältlich und können eine weitere tägliche Unterstützung darstellen. All das funktioniert natürlich nur, wenn sich die Benutzenden damit anfreunden können. Die Akzeptanz von KI in diesem Bereich ist vom Saarbrücker Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (ISO) schon einmal untersucht worden. Bei dem Projekt „KI @ home“ kam man zu dem Ergebnis, dass sich vor allem ältere Menschen bei der Verwendung neuer Technik mit einer „,Interaktionsperspektive“ leichter tun: „Die Ansprache älterer Interessenten sollte durch eine Vertrauensperson bei den Dienstleistern möglichst mit visualisierten Elementen wie Kurzfilmen oder Demonstrationen von Testsystemen erfolgen, um die technischen Funktionen zu veranschaulichen.“ Vermutlich stehen wir jetzt noch vollkommen am Anfang eines riesigen Unterstützungsspektrums, das offenbar auch vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz erwartet wird. Denn hier wurde bereits ein virtuelles Kompetenzzentrum unter wissenschaftlicher Leitung geschaffen, das sich mit Themen wie „Homecare-Roboter“, „intelligente Möbel“, „benutzerzentriertes Design“ oder „Mobilitätssupport“ beschäftigt.

Heute ist schon einiges möglich

Bei einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts im Jahr 2022 hat jede vierte Person ab 65 Jahren angegeben, in den letzten 12 Monaten mindestens einmal gestürzt zu sein. Knochenbrüche und nachhaltige Mobilitätseinschränkungen können die verheerenden Folgen eines solchen Ereignisses sein. Der Sturzprävention im heimischen Umfeld sollte daher viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Neben überwachenden Geräten an Kleidung oder Körper helfen hier auch Sensoren in der Wand oder im Bodenbelag, sowie kluge Türöffnungssysteme, die intuitiv und ohne Kraftaufwand bedient werden. Auch besseres Licht trägt oft dazu bei, Stürze zu vermeiden: Bewegungsmelder, Helligkeitssensoren oder die generelle Lichtsteuerung per App sind einfach umzusetzende Funktionen der gängigen Smarthome-Systeme. Bei der Bewegung unterwegs und auch in den eigenen vier Wänden hat sich die Verwendung eines Rollators für viele längst bewährt. Mittlerweile gibt es Modelle, die jedoch viel mehr sind als nur simple Gehhilfen. Sie unterstützen mit feinfühliger Elektronik beim Schieben, Fahren und Bremsen, machen Geschwindigkeitsanpassungen möglich und gleichen sogar Neigungen aus, wenn der Untergrund mal nicht ganz eben sein sollte.
KAI-UWE DIGEL

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 01.08.2026

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