Ein profundes Wissen rund um betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention und Ergonomie – dies gewinnt in Zeiten von Fachkräftemangel, steigenden Belastungen und sich wandelnden Arbeitsbedingungen immer mehr an Bedeutung. Gesundheit wirkt sich schließlich direkt auf die Leistungsfähigkeit aus und reduziert Fehlzeiten durch Erkrankungen. Damit haben gesunde Mitarbeitende einen unmittelbaren Einfluss auf die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Weiterbildung. Sie vermittelt Wissen, sensibilisiert für Risiken und zeigt praxisnahe Wege auf, wie Gesundheit im Arbeitsalltag gefördert werden kann.
Weiterbildung mit Zertifikat
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) bietet verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Gesundheit an und unterstützt so Unternehmen und Beschäftigte dabei, Gesundheitskompetenz aufzubauen und nachhaltige Strukturen für die Betriebe zu entwickeln. Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte aus Gesundheits-, Sozial- und Dienstleistungsorganisationen sowie Mitarbeitende, die sich weiterqualifizieren möchten, beispielsweise als Praxismanager, Stress- und Burnout-Berater oder -Beraterin oder Resilienz-Coach. Auch Quereinsteiger mit Interesse an Gesundheitsthemen und Verantwortungsbereichen in Unternehmen finden hier passende Angebote. Beschäftigte können zudem ihr Fachwissen mit Zertifikatslehrgängen vertiefen und sich damit neue Karrierechancen eröffnen.
In vielen Seminaren und Zertifikatslehrgängen sind keine formalen Voraussetzungen erforderlich. Vorteilhaft sind berufliche Erfahrung im Gesundheits- oder Sozialbereich, Interesse an gesundheits- und präventionsorientierter Arbeit sowie Motivation zur Weiterbildung.
Psychische Belastungen frühzeitig erkennen
Bei der Weiterbildung zum Fachberater oder zur Fachberaterin Stress und Burnout IHK ist das anders. Für diese wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mindestens 25 Jahre alt sind und eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben. Außerdem sollen sie bereit sein, ihre eigene Biografie zu reflektieren und daraus zu lernen. Weitere Voraussetzungen für eine solche Weiterbildung sind die Fähigkeit Beziehungen einzugehen, Aufgaben zur Entwicklung anzunehmen und sie zu lösen. Interessenten sollten empathisch sein, sich auf die Lebenskontexte anderer Menschen einstellen können, sie sollten Lernprozesse strukturieren, in Gruppen dialogfähig sein und auf Konfrontationen konstruktiv reagieren.
Die Weiterbildung zum Fachberater Stress und Burnout IHK vermittelt praxisnahes Wissen, um Stress, Burnout und psychische Belastungen wie Depression oder Sucht frühzeitig zu erkennen und professionell damit umzugehen. Ziel ist zu lernen, wie Stressursachen analysiert werden können, um Menschen in belastenden Lebensund Arbeitssituationen zu beraten und nachhaltige Strategien zur Burnout-Prävention im Unternehmen zu entwickeln. CW
Nähere Informationen gibt es unter:
www.ihk-akademie-muenchen.de/gesundheit
Erschienen im Tagesspiegel am 26.06.2026