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Ein Projekt von Wilmotte & Associés Architectes in München: Perfekt aufgestapelt

DAS HOLZ-HYBRID-BÜROGEBÄUDE WIRD EIN NEUER HINGUCKER IM BAHNHOFSVIERTEL. VISUALISIERUNGEN: AXA IM ALTS / ACCUMULATA

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Ein Projekt von Wilmotte & Associés Architectes in München: Perfekt aufgestapelt

Das neue HOLZ-HYBRID-BÜROGEBÄUDE THE STACK setzt auf Biophilic Design und Nachhaltigkeit

Bis zu 259 Mal von der Erde bis zum Mond: Diese Strecke könnte man mit dem CO2 das beim Neubauprojekt The Stack eingespart wird, mit einem Verbrenner zurücklegen. „Nachhaltiges Bauen ist keine Kür mehr, sondern Pflicht für unsere Umwelt“, betont der Münchner Projektentwickler Accumulata, der derzeit für den Investor und Bauherrn Axa IM Alts das neue Holz-Hybrid-Bürogebäude in Bahnhofsnähe errichtet. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant. Durch den Einsatz des nachwachsenden Baustoff's Holz minimiert das Projekt die grauen Emissionen, die bei Herstellung, Transport, Montage und Entsorgung der Baustoffe entstehen - auf nur 324,5 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter über 50 Jahre. Das sind knapp 25 Prozent weniger als bei Massivbauten. Im späteren Betrieb werden im Vergleich zur Benchmark der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) rund 40 Prozent CO2-Emissionen eingespart.

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Auch die Architektur kann sich sehen lassen: Das von Wilmotte & Associés Architectes aus Paris entworfene Gebäude setzt an der Ecke Schwanthaler-/Goethestraße einen markanten städtebaulichen Akzent. Die Fassade aus weiß gerahmten Glaselementen, die abwechselnd vor- und zurückspringen, sorgt für ein abwechslungsreiches Spiel im Baukörper. Es wirkt, als seien viele verschiedene Würfel aufeinandergestapelt -passend zum Namen des Gebäudes: The Stack bedeutet übersetzt „der Stapel“, der vor allem durch die üppige Bepflanzung der Außenhülle punktet und so die urbane Biodiversität fördert sowie das Mikroklima verbessert. Früher befanden sich auf dem Areal die Gebäude der ehemaligen Hotels Cristal und Dolomit, für die mögliche Entwicklungsmaßnahmen geprüft worden waren. „Nach intensiver Untersuchung des Bestands haben wir jedoch feststellen müssen, dass die Objekte sich nicht für eine Revitalisierung eignen. Stattdessen soll ein nachhaltiges Gebäudekonzept und Mischnutzung dazu beitragen, das südliche Bahnhofsviertel ökologisch und hinsichtlich der Aufenthaltsqualität aufzuwerten“, so Markus Diegelmann, Managing Partner des Immobilienentwicklers.

The Stack will auch sonst neue Maßstäbe setzen-als „State of the art“-Arbeitswelt mit flexiblen Arbeitsflächen und Räumen, die Kreativität, Produktivität und Gemeinschaft fördern. Dies mit einem ganz besonderen Ansatz: dem Biophilic Design, das Architektur und Natur verbindet. Neben der üppigen Begrünung an der Fassade, in vielen Außenflächen und in den Büros werden gesundheitsfördernde wie ökologische Baustoffe eingesetzt und lichtdurchflutete Räume geschaffen. Das reduziert Stress und steigert das Wohlbefinden, wie Studien zu Biophilic Design zeigen. Zudem bietet das Gebäude flexible Arbeitsbereiche, die verschiedene Arbeitsstile unterstützen: offene Räume für Kollaboration, ruhige Zonen für konzentriertes Arbeiten, private Bereiche für vertrauliche Gespräche und viele Orte für Entspannung und privates Get-together. Wie etwa auf dem Dach, das intensiv begrünt wird. Ganz nebenbei reduziert es den Urban Heat Island Effect, weil es sich im Vergleich zu einem Standard-Flachdach nicht so sehr aufheizt und somit die Stadt- und Gebäudetemperatur im Sommer reduziert wird. Und leistet einen Beitrag zur Sponge City, weil das Regenwasser sowohl in den Substraten auf dem Dach als auch in einer unterirdischen Zisterne zwischengespeichert wird und anschließend für die Bewässerung der Dach- und Fassadenbegrünung genutzt werden kann. Das überschüssige Regenwasser wird über eine Rigole dem Grundwasser zugeführt, was den natürlichen Wasserkreislauf fördert und der Überlastung der Kanalnetze entgegenwirkt. Zu den modernen Arbeitswelten im The Stack gehören außerdem ein Fahrradraum mit Reparaturstation, E-Scooter- und Carsharing-Hub sowie Fahrplandaten in Echtzeit auf dem Bildschirm, so wird nachhaltige Mobilität gefördert. Gastronomie, Umkleiden und Duschen sowie eine Paketstation wird es auch geben.

BARBARA BRUBACHER

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 05.10.2024

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