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Örtlich und zeitlich flexibler in Bayern studieren

Digitale Lehrveranstaltungen machen flexibles Lernen möglich. Foto: Adobe Stock

Bildung aktuell plus Weiterbilden und Studieren

Örtlich und zeitlich flexibler in Bayern studieren

Seit mittlerweile 25 Jahren bündelt die Virtuelle Hochschule Bayern das digitale Lehrangebot bayerischer Hochschulen

Um Studieren in Bayern flexibler, individueller und vielfältiger zu gestalten, bietet die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) verschiedene digitale Lehr- und Lernformate an. Die vhb ist eine Verbundeinrichtung zur Stärkung der hochschulübergreifenden digitalen Lehre. In diesem Verbund sind alle bayerischen staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie vier Kunsthochschulen partnerschaftlich organisiert. Die virtuelle Hochschule ist eine unselbständige Einrichtung des Freistaates Bayern, der damit das Ziel verfolgt, die Lehr- und Studienbedingungen zu verbessern und dem wachsenden Bedarf nach örtlicher und zeitlicher Flexibilität gerecht zu werden. Sie stellt europaweit ein einzigartiges Modell dar.

Das Ziel der vhb ist, die Trägerhochschulen in der Lehre zu entlasten. Die Angebote richten sich an Studierende, Lehrende und Hochschulen. Das Portfolio der vhb umfasst neben digitalen Lehrveranstaltungen und Lehr- beziehungsweise Lerneinheiten für ein Hochschulstudium auch offene Online-Kurse mit Hochschulwissen für die interessierte Allgemeinheit und eine Plattform zur Bereitstellung von frei verfügbaren Bildungsmaterialien, die an den bayerischen Hochschulen entwickelt wurden. Projektmittel für die Entwicklung von Online-Kursen und digitalen Lerneinheiten stellt die vhb den Trägerhochschulen im Rahmen von Förderrunden zur Verfügung. Die Lehrenden der Trägerhochschulen können auch digitale Lehrangebote einbringen, die nicht durch die vhb gefördert wurden.

Seit der Gründung wurden über 2,7 Millionen Kurse belegt

Die vhb wurde 2000 gegründet. Seither liegt ihr Fokus darauf, die Studienbedingungen zu optimieren und jedes Fachgebiet mit Angeboten sinnvoll zu ergänzen. Deshalb gestaltet sie die Hochschulbildung im Sinne einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und innovationsgeleiteten Lehr- und Lernkultur. Durch die planvolle und bedarfsorientierte Steuerung des gemeinsamen Angebots werden Multiplikationseffekte erzielt und an den einzelnen Hochschulen zeitliche und finanzielle Gestaltungsräume eröffnet. So leistet die vhb einen wichtigen Beitrag, um Lehrenden die Entwicklung innovativer digitaler Lehrkonzepte zu ermöglichen. Die vhb führt in jedem Semester eine studentische Evaluation aller Kurse durch. Sämtliche Kurse werden regelmäßig von außerbayerischen Experten fachlich und mediendidaktisch begutachtet.

Seit der Gründung der vhb wurden mehr als 2,7 Millionen Kurse belegt. Im vergangenen Studienjahr wurden 65.530 Studierende gezählt. Die hochschulübergreifende Kursnutzung hat sich bewährt: 53 Prozent aller Belegungen nahmen die Studierenden in Kursen vor, die nicht von ihrer Heimathochschule angeboten wurden. Auch die hochschultypübergreifende Nutzung gelingt: In jedem Jahr belegen Tausende von Studierenden einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) universitäre Kurse und Tausende von Universitätsstudierenden belegen Kurse, die von einer HAW angeboten werden.

Mehr frei zugängliche Kurse

Um den Zugang zur Hochschulbildung zu erleichtern und die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu erhöhen, plant die vhb, frei zugängliche Vorbereitungskurse für das Studium, Brückenkurse im Übergang von Bachelor- zu Masterstudiengängen und Deutschkurse für internationale Studierende auszubauen. Bereits heute fördert und unterstützt sie internationale Studierende an den Trägerhochschulen und Studieninteressierte weltweit mit digitalen Lehrangeboten. Dazu gehören englischsprachige Online-Kurse für eine Vielzahl von Studienfächern, Kurse für Deutsch als Fremdsprache auf allen Niveaustufen und ein Vorbereitungskurs für ein Studium in Deutschland.

Für Unternehmen und für Bildungsinstitutionen besteht die Möglichkeit, Online-Kurse der vhb zu nutzen. Zu diesem Zweck können Institutionen wie etwa außerbayerische Hochschulen Lizenzvereinbarungen abschließen, um gegen Entgelt die Angebote aus dem Bereich „Classic vhb“ nutzen zu können. Für Unternehmen besteht zudem die Möglichkeit der Einzelnutzung. Kurse aus dem Bereich „Open vhb“ bedürfen keinerlei Lizenzvereinbarung und sind prinzipiell für alle Interessierten frei zugänglich. www.vhb.org Claudia Waldraff

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 27.02.2026

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