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Natürliches Badeparadies im Garten

EIN HOLZDECK MIT BEQUEMER LIEGEMATTE MACHT DIE ENTSPANNUNG AM SCHWIMMTEICH PERFEKT. FOTO: BIOTOP P&P INTERNATIONAL GMBH

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Natürliches Badeparadies im Garten

Schwimmteiche bieten naturnahe Ruheoasen zum Abtauchen

Ein Schwimmteich im eigenen Garten inmitten üppiger Blumen- und Pflanzenpracht ist für manche Besitzer größerer Gärten ein Wunschtraum. Die Badeidylle bildet meist das Zentrum der Gartengestaltung oder wird direkt an die Terrasse gebaut. Der Standort sollte möglichst sonnig und windgeschützt gewählt werden. Dann kann sich das Wasser schneller erwärmen, man kann am Schwimmteich sonnenbaden und ist weniger damit beschäftigt, Laub und Ästchen naher Bäume aus dem Wasser zu fischen. Bei einer Hangneigung muss ein Abrutschen des Geländes verhindert werden. Möglicherweise sind Stützmauern notwendig. In jedem Fall sollte eine Fachfirma mit dem Bau beauftragt werden. Die Abstände zu den Nachbarn müssen beachtet werden, ausreichende Zufahrtsmöglichkeiten für Bagger und Lastwagen sollten gegeben sein. Für den Schwimmteich vorgeschrieben ist eine maximale Wassertiefe von 1,50 Metern, damit Bodenschichten, die Grundwasser führen, nicht beeinträchtigt werden können. Für das Schwimmvergnügen reicht die Wassertiefe, Kopfsprünge sollte man allerdings nicht wagen. Nach dem Aushub wird eine spezielle durchgängige Teichfolie verlegt, die besonders robust ist und intensiver UV-Einstrahlung sowie Minus-Graden widersteht. Bei größeren Teichen hat sich PP-Folie bewährt, die auch über eine extreme Dehnbarkeit verfügt. Teichfolien aus PE sind zwar günstiger, gelten aber als sehr schwer zu reparieren.

Damit aus dem bukolischen Badeparadies nicht ein Alptraum mit schlammigem Wasser und Schwärmen umherschwirrender Mücken wird, bedarf es bei Planung und Bau an Fachwissen und der richtigen Einschätzung der eigenen Wünsche. Bei einem Schwimmteich wird in der Regel auf Chlor und Filteranlagen zur Wasserreinhaltung verzichtet. Stattdessen wird rund die Hälfte des Teiches in vom Schwimmbereich getrennten Bereichen mit Pflanzen besetzt, die für die biologische Selbstreinigung und Regeneration des Wassers sorgen und so ein dauerhaft gesundes Biotop schaffen. Verunreinigungen werden von den Pflanzen als Nährstoffe absorbiert und schädliche Bakterien von natürlichen Gewässerorganismen vernichtet. Damit dies gelingt, ist es wichtig, Unterwasser-, Sumpf- und Röhricht-Pflanzen im richtigen Verhältnis zueinander anzupflanzen. Wasserflöhe, Räder- und Pantoffeltierchen unterstützen den natürlichen Reinigungsprozess und können hinzugesetzt werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Schwimmteiche als Fließgewässer anzulegen und dadurch den Bereich für die Regeneration des Wassers zu verkleinern.

Um genügend Platz zum Schwimmen zu haben, sind mindestens 30 Quadratmeter Badefläche nötig. Der Schwimmbereich kann rechtwinklig angelegt werden, um Bahnen schwimmen zu können. Die Regenerationsbereiche mit den Pflanzen können oval daran anschließen, sodass optisch ein runder Schwimmteich entsteht. Die Badefreuden muss man in einem Schwimmteich mit anderen Bewohnern und Pflanzen im Wasser teilen. Eine Abdeckung oder ein Rollladen, der Laub und Äste vom Wasser fernhält, gibt es bei einem Schwimmteich nicht. Das Wasser bleibt das ganze Jahr über im Teich und kann nicht abgelassen werden, bleibt aber dennoch relativ klar. Eine sorgfältige Reinigung der Wasseroberfläche ist aber notwendig. Als Pflanzen für die Randbepflanzung eignen sich Gräser, Stauden, Schilfpflanzen oder Bambus. Sie sorgen für frisches Grün und schöne Lichteffekte, wenn die Sonne durch die Blätter strahlt. Noch dazu sind sie robust und kommen mit wenigen Nährstoffen aus. 

Damit die Randzone des Teiches mit Pflanzen nicht beeinträchtigt wird, eignet sich ein Holzsteg mit Leiter als Einstieg in das Badeparadies. Ein Sonnendeck mit Liegen direkt am Wasser sorgt für beste Entspannung und Wärme nach dem Schwimmen. Teichpflanzen selbst haben oft höhere Anforderungen an ihren Standort. Sie sind auf ausreichend Nährstoffe durch Blütenstaub, Blätter oder tote Insekten angewiesen. Besonders reizvoll sind Wasserrosen auf dem Wasser. Wenn sie blühen, ist das Badeparadies perfekt.

WOLFRAM SEIPP

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 04.05.2024

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