Nichts ist unmöglich ...“ Mit diesem Slogan bewarb vor Jahren ein bekannter japanischer Automobilhersteller seine Fahrzeuge. Der Slogan lässt sich auch auf Smarthome übertragen. Beispielsweise, wenn man in ein bereits bestehendes Smarthome-System nachträglich neue Geräte integrieren will. Gleichgültig ob Thermostat, Lampen, Kamera oder Lautsprecher. Experten empfehlen aber dringend vor dem Kauf von neuen Smarthome-Geräten, diese auf ihre Kompatibilität mit anderen Geräten oder Herstellern zu überprüfen.
Grundlage für eine erfolgreiche Integration sind die vorherrschenden Standards wie WLAN, Bluetooth, Thigbee und Thread. Als übergeordnete Verbindungssprache zwischen den unterschiedlichen Plattformen gilt mittlerweile der Matter-Standard. Dazu kommen Sprachassistenten. Denn kein Gerät spricht mit allen. Wichtig ist, welches System bereits vorhanden ist: Amazon Alexa, Google, Apple, Bosch oder Home-Assistant et cetera. Die nachträgliche Integration in ein System mit Amazon Alexa könnte dabei so aussehen: Das gewünschte Gerät einschalten, die Hersteller-App auf dem Handy installieren, mit WLAN verbinden und anschließend in Alexa koppeln und zentral mit Alexa-Sprachbefehlen steuern. Immer wichtiger wird dabei der Matter-Standard, weil über Matter mittlerweile die Geräte zahlreicher Hersteller leichter zusammen kommunizieren.
Diese Allianz besteht aus über 200 Unternehmen aus der Smarthome-Branche - darunter unter anderem Apple, Google, Amazon, Samsung und Hama. Über Matter Smart Home können Smarthome-Geräte von unterschiedlichen Herstellern nahtlos miteinander vernetzt werden. Für Matter Smart Home sind keine neuartigen Funk-Chips notwendig. Stattdessen arbeitet der Matter-Standard sowohl mit WLAN und Bluetooth Low Energy als auch mit Thread. Rudi Kanamüller
Erschienen im Tagesspiegel am 06.06.2026