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Meisterstücke der Gestaltung

Seit kurzem kann man die Module des Herstellers auch mit farbigen „Soft Panels“ versehen, die dem eher kühlen Look der Möbel eine leicht verspielte Note geben. Foto: USM Haller

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Meisterstücke der Gestaltung

Aus der Architektur entstanden: Das Möbelsystem von „USM HALLER“

Wenn Discounter und Kaffeeröster regelmäßig Möbelstücke anbieten, die auffallend nahe ans eigene Design angelehnt sind, dann hat man definitiv etwas richtig gemacht. Und „USM Haller“ muss es wegen der zahlreichen mehr oder weniger unverhohlenen Kopien auch nicht wirklich bange werden, denn ihre Originale kommen aus einer ganz anderen Liga: Eigene Innovation, enorme Wandelbarkeit und langlebige Ausführung ist die Kombination, die ihre Produkte so einzigartig macht. Und das im Grunde schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, als Ulrich Schärer in Münsingen in der Schweiz seinen Metallbetrieb als frühen Vorläufer der heutigen Company gründete. Zunächst bildeten Eisenwaren und Fensterbeläge den Kern des Portfolios, bis zu Beginn der 1960er-Jahre Paul Schärer Jr. in dritter Generation die Geschicke der Firma übernahm, eine Modernisierung des Unternehmens einläutete und die Entwicklung zum Möbelhersteller vorantrieb.

Nicht nur inhaltlich, sondern auch äußerlich: Mit einem neuen Firmensitz samt Fabrikation als architektonischem Statement, das der Schweizer Architekt Fritz Haller als modifizierbare Stahlrahmenkonstruktion entwarf, um Fertigungsabläufe und bauliche Erweiterungen stetig möglich zu halten. Eine Idee, die auch auf die Büroausstattung des Betriebes angewandt wurde. Mit einem Möbelsystem aus Stahlmodulen, das immer wieder neu an sich verändernde Bedürfnisse angepasst werden konnte. Buntes Stahlblech und verbindende filigrane Rohre, zusammengehalten durch eine patentierte Kugelverbindung. Was zunächst nur zur eigenen Verwendung gedacht war, entwickelte sich schnell zum noch heute gültigen Markenkern. Seit den 1970ern zieren die Möbel weltweit Büros, Praxen und Wohnungen mit Anspruch, und sind seit 25 Jahren sogar Teil der Dauerausstellung im legendären New Yorker „MoMa“.

Kai-Uwe Digel

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 04.07.2026

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