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MEISTERSTÜCKE DER GESTALTUNG

DER „LOUIS GHOST“ WIRD IM SPRITZGUSS-VERFAHREN IN EINEM STÜCK HERGESTELLT. FOTOS: KARTELL

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MEISTERSTÜCKE DER GESTALTUNG

„Louis Ghost“: HERRSCHAFTLICH in Polycarbonat

Papst Benedikt hat schon auf ihm Platz genommen, Mode-Koryphäe Anna Wintour hat von ihm aus schon den ein oder anderen Laufsteg begutachtet, und angeblich sind die Kunden zum Produkt-Launch Schlange gestanden, um eines der ersten Exemplare dieses Stuhles zu ergattern. Über zwei Jahrzehnte ist es nun schon her, dass Star-Designer Philippe Starck mit seinem Entwurf von „Louis Ghost“ für ziemliches Erstaunen auf der ganzen Welt gesorgt hat: ein Sitzmöbel im barocken Stil vergangener herrschaftlicher Zeiten, das gleichzeitig aber irgendwie unverschämt modern gewirkt hat. Mon dieu! Vollkommen im Spritzguss-Verfahren aus Polycarbonat gefertigt, mit einem schwebend wirkenden Antlitz, das durch die Transparenz des Stuhles entsteht. Zunächst ist er auch ausschließlich in diesem Look hergestellt worden. Inzwischen gibt es ihn aber in verschiedenen durchscheinenden Farben sowie in durchgefärbten Varianten aus „Polycarbonat 2.0“, wie es der Hersteller „Kartell“ nennt: ein Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen. 

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Bei allen neuen Ausführungen hat sich der Stuhl aber dennoch seine Einzigartigkeit bewahrt: Gestalterisch von den Linien des Armstuhls Louis XV. inspiriert, setzt er in jedem Wohnumfeld seinen ganz besonderen Akzent. Und er ist praktisch trotz seines elitären Looks: Sein Material trotzt hohen Belastungen genauso wie der Witterung, und stapelbar ist die Chaise sogar noch obendrein. Darum findet man ihn im designverliebten Esszimmer genauso wie auf der schicken Terrasse oder im Büro, in dem Möbel nicht nur schiere Gebrauchsgegenstände sind. Die Erfolgsgeschichte des „Louis Ghost“ scheint Philippe Starcks Liebe zur Transparenz auch noch weiter entfacht zu haben. Seine Entwürfe des Hockers „Crystal Stool“ für „Glas Italia“ oder seine Ideen für die Wasserstoff-Zapfsäulen „HRS by Starck“ mit ihren durchsichtigen Elementen sprechen zumindest ziemlich dafür.                                  KAI-UWE DIGEL

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 04.08.2024

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