Ein eigenes Schwimmbad zu Hause. Sicher der Traum von vielen, aber selbst wenn man die finanziellen Möglichkeiten dafür hat, fehlt einem vielleicht der nötige Platz. Oder man hat einfach Spaß an der Technik, denn es ist wirklich eine Schau, wenn sich ein Hubboden-Pool in Bewegung setzt. Man hört und sieht die fast magische Bewegung des Wassers, und das weckt Vorfreude, egal was man als Nächstes vorhat: eine Runde schwimmen, plantschen mit den Kids, schön essen auf der Terrasse oder eine kleine Wellness-Einheit dort. Viele Möglichkeiten sind denkbar, egal ob drinnen oder draußen. Selbst eine Nachrüstung von bestehenden Pools ist theoretisch möglich, allerdings dürften dafür in den meisten Fällen entsprechende Adaptionen im Bestand nötig sein. Die Technik für die Hub- und Senk-Systeme variiert von Anbieter zu Anbieter.

So kommt etwa Hydraulik zum Einsatz, und es gibt Ausführungen, die über verschiebbare Paneele funktionieren. Der Boden wird entweder gedrückt oder gezogen, um die gewünschte Wassertiefe zu erreichen. Das hat enorme Vorteile, wenn verschiedene Arten des Schwimmens gefordert sind. Für Erwachsene etwa mit mehr Tiefe, für kleinere Kinder flach gehalten oder individuell auf die Höhe gesenkt, die für Therapieformen gut geeignet ist. Auch im Betrieb hat der Hubboden-Pool einige Vorteile: Ändert sich das Wetter, wird er einfach zur ebenen Fläche gemacht, um Schmutz oder Sturmschäden zu vermeiden. Darüber hinaus heizt ihn die Sonne weniger auf, wenn er nicht ständig geöffnet ist, und so kann auch der Einsatz von Wasser-Chemie reduziert werden. Bei den Baukosten für einen Hubboden-Pool halten sich die Hersteller eher bedeckt, kommt es doch sehr auf die individuellen Gegebenheiten an. Sie werden allerdings überwiegend mindestens im fünfstelligen Bereich liegen.
Kai-Uwe Digel
Erschienen im Tagesspiegel am 05.04.2025