In Ländern wie den USA, China, Japan oder Großbritannien sind Lecanemab und Donanemab schon seit mindestens einem Jahr als Alzheimer-Medikamente zugelassen. Trotzdem hat sich die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit einem positiven Votum für Lecanemab lange schwergetan, sodass der Wirkstoff in Europa seit April dieses Jahres zugelassen ist – und das auch erst im zweiten Anlauf. Auf dem Markt ist Lecanemab hierzulande offiziell seit 1. September dieses Jahres, unter dem Namen „Leqembi“. Es wird alle zwei Wochen als intravenöse Infusion verabreicht.
Bevor eine Therapie beginnen kann, muss bei den Patientinnen und Patienten die Alzheimer-Erkrankung jedoch erst durch Biomarker-Tests nachgewiesen werden. Mithilfe eines genetischen Tests auf ApoE4 wird außerdem ermittelt, dass sie maximal eine Kopie von ApoE4 haben. Darüber hinaus soll ein EU-weites Register sicherstellen, dass nur geeignete Patienten behandelt werden. Donanemab erhielt heuer Ende Juli vom Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA die Empfehlung zur Zulassung. Im Frühjahr hatte der Ausschuss den Wirkstoff noch abgelehnt.
schae
Erschienen im Tagesspiegel am 20.09.2025