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Lauter schöne Ausflugsziele im Bayerischen Wald

Der Feng-Shui-Park Lalling ist nach der chinesischem Harmonielehre gestaltet. Foto: Tourist-Info Lallinger Winkel

Freizeit

Lauter schöne Ausflugsziele im Bayerischen Wald

Im südlichen Teil kommen nicht nur Outdoorfans auf ihre Kosten, hier gibt's auch Wildwest und nostalgische Autos

Warum denn in die Ferne schweifen, wo das „grüne Dach Europas“ doch so nah ist? Das „grüne Dach Europas“? Dabei kann es sich nur um den Bayerischen Wald handeln. Und kann es etwas Schöneres und Aufregenderes geben, als dieses „grüne Dach“ von ganz oben herab aus der Vogelperspektive zu genießen? Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder bei einem regulären Rundflug oder im „Bayerwald Flieger“? Wir entscheiden uns für den „Bayerwald Flieger“. Dabei handelt es sich um einen ausgemusterten Airbus A319, der ursprünglich zu einer indischen Fluggesellschaft gehörte und der nach einer langen Reise 2024 an seinem „Zielflughafen“ am Waldwipfelweg in St. Englmar landete. Zum „Startplatz“ des Bayerwald Fliegers führt der „Wolpertinger Pfad“ am Waldwipfelpfad St. Englmar. Hier kann man in den „Bayerwald Flieger“ einchecken. Zuvor jedoch werden die bis zu 69 Passagiere auf dem Parkplatz mit einer Virtual-Reality-Brille ausgestattet. In dem zum Kino umgebauten Flieger wartet dann bereits „Wolpi“. Der schelmische Wolpertinger ist der „Copilot“. Er begleitet die Passagiere jeden Alters mit lustigen und kindgerechten Erklärungen durch dieses luftige Abenteuer. Dabei geht es nach St. Englmar und Elisabethszell, auf den Pröller, den Arber und den Osser, zum Höllensteinsee und auf den Bogenberg, und es wird auch mal richtig winterlich. Und alles sieht genauso aus wie beim Blick aus dem Flugzeug, auch, wenn man sich nach links, nach rechts und nach hinten dreht. Zwischen zehn bis 15 Minuten dauert der Flug. Ein Start-up hat für die Bilder zwei Jahre lang die Region mit Drohnen aus der Vogelperspektive gefilmt und das Konzept für den Film entwickelt.

St. Englmar ist aber nicht nur der „Bayerwald Flieger“. 2008 eröffnete hier der Waldwipfelweg, ein hölzerner, etwa 370 Meter langer Baumkronenweg, der bis zu 52 Meter über den Baumwipfeln verläuft und an sonnigen Tagen einen gigantischen Ausblick bietet. Aber auch entlang des Pfads gibt es sehenswerte Attraktionen, beispielsweise das Haus, das auf dem Kopf steht. Der Walderlebnispfad, der sich ebenfalls am Gelände befindet, bietet etliche Mitmach-Stationen für Kinder und Erwachsene, außerdem ein Tiergehege.

Wildwest-Freizeitpark

Ein ganz anderes Erlebnis verspricht der Erlebnispark Pullman City in Eging am See, zwischen Deggendorf und Passau direkt an der A3 gelegen. Hier gibt es Western-Action für Groß und Klein, können Kinder und Erwachsene den niederbayerischen „Wilden Westen“ erleben. Das Wild-West-Abenteuer perfekt machen ein großer Spielplatz, der Niederseilgarten, das Goldwasch-Camp, ein Wasserpark, der Kids-Club mit Animation, Fackelwanderungen, Ponyreiten, Kutschenfahren und vieles mehr! Waghalsige Reiter, furchtlose Messerwerfer und Lassokünstler sorgen für ein unterhaltsames Showprogramm, versprechen die Veranstalter. Neben der American-History-Show mit Cowboys, Indianern, Pferden und Rindern gelten die Karl-May-Spiele in Pullman City als absolutes Highlight Von Juni bis September begeistert auf der großen Freilichttribüne Winnetou in einem circa 90-minütigen Actiontheater. Infos unter: www.pullmancity.de

„Om“ im Park

Om! Ein ganz anderes Ausflugsziel erwartet uns in der Gemeinde Lalling im Landkreis Deggendorf. Und zwar ein Park der besonderen Art: Es handelt sich um einen Feng-Shui-Park, den ersten seiner Art in Deutschland. „Der Kurpark geht eine Verbindung ein zwischen der westlichen und der östlichen Betrachtung von Natur und deren Zusammenhängen. Er soll dem Besucher helfen, sich zu entspannen“, heißt es. Über die östliche Lehre wird hier im Lallinger Feng-Shui-Park versucht, an westliche Traditionen anzuknüpfen. Entsprechend den Vorgaben der Lehre von Feng Shui werden in der Anlage möglichst Ecken und Kanten vermieden. Verschiedene Themenwege laden dazu ein, immer tiefer in die Welt des Feng Shui einzutauchen. Herzstück des Parks bildet ein Kursee in Form einer liegenden Acht, dem Symbol für Unendlichkeit. Zwei Stege markieren die Pole von Yin und Yang und machen das harmonische Zusammenspiel gegensätzlicher Kräfte erlebbar. In seiner Mitte ruht ein mächtiger Findling, der sogenannte „Herzpunkt“ – das energetische Zentrum des Parks, heißt es in der Beschreibung. Daneben finden sich liebevoll angelegte Themengärten, ein Naturspielplatz sowie das Gerüst eines Keltenhauses, das die Brücke zu alten europäischen Traditionen schlägt. Mithilfe der Feng-Shui-Regeln sei der Park so zu einem Ort der Regeneration, der Lebensfreude und des Erfolgs gestaltet worden. Die wunderschöne Kurparkanlage ist nicht eingezäunt und deshalb ganzjährig für alle Besucher frei zugänglich. Die Gemeinde bietet Führungen durch den Park von März bis Oktober regelmäßig an.

Direkt an der Straße zwischen Schaufling und Lalling in Stritzling im Lallinger Winkel, finden Autofans Autos und Motorräder aus allen Epochen der Vier- und Zweiradgeschichte. Fast 100 klassische Automobile wie der berühmte „Schneewittchensarg“, der Messerschmitt Kabinenroller KR175 mit zur Seite abklappbarer Plexiglas-Kuppel, und über 200 Motorräder aus verschiedenen Zeitepochen gibt es zu sehen! Das Besondere am Lallinger Automuseum: Besucher können dort alles, was sie sehen auch kaufen – vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden. Nicht zu vergessen: In Lalling findet sich auch die größte Ausstellung des originellen Glaskünstlers Kristian Klepsch senior.

Rudi Kanamüller

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 09.05.2026

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