Die Bundeszentrale für politische Bildung lädt - in Kooperation mit Open Platform e.V. und dem Oberlandesgericht Nürnberg - am 18. und 19. Februar in Nürnberg zum internationalen Kongress „Lebendige Menschlichkeit“ ein.
Zusammen mit den beiden Keynote-Speakern, dem Holocaust forscher Patrick Desbois und der Völkerrechtlerin Angelika Nußberger, diskutieren international renommierte Experten die drängenden Fragen unserer Zeit: Welche globalen Institutionen tragen die Verantwortung für die Bewältigung und Prävention von Konflikten? Wie funktioniert die Strafverfolgung von Kriegsverbrechen heute? Welche historischen Verbindungen gibt es zwischen den Kriegen des 20. Jahrhunderts und den aktuellen Konflikten? Und wie beeinflussen globale Machtverhältnisse mögliche Lösungen?
Zu den Referenten gehören: Raji Abdul Salam, Sonja Biserko, Omri Boehm, Patrick Desbois, Andreas Føllesdal, Wayne Jordash, Wolfgang Kaleck, Carmit Klar-Chalamish, Tetiana Mazur, Christoph Möllers, Mira Anneli Naß, Angelika Nußberger, Oksana Pokalchuk, Maksym Rokmaniko, Vesna Teršeli und Andrej Umanskyj.
Ein besonderer Fokus des Kongresses liegt auf dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Es wird diskutiert, wie Gewalt als Machtinstrument überwunden werden kann und welche Rolle Widerstand und internationale Solidarität dabei spielen. Der Kongresstitel „Lebendige Menschlichkeit“ greift Hannah Arendts Schrift „Von der Menschlichkeit in finsteren Zeiten“ auf und fragt nach Wegen, den Universalismus der Menschenrechte in der Gegenwart effektiv zu verteidigen.
Am ersten Kongresstag bildet der Saal 600, in dem die Nürnberger Prozesse stattgefunden haben, den Veranstaltungsrahmen: Internationale Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Völkerrecht, Journalismus, Philosophie und Menschenrechte diskutieren darüber, wie die Kriege des 20. Jahrhunderts noch nachhallen und wie der heutige Stand der Gerichtsbarkeit von Kriegsverbrechen ist.
Anmeldung und Informationen unter www.bpb.de/lebendige-menschlichkeit
Erschienen im Tagesspiegel am 15.02.2025