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Bezahlbare Räume für Kreativ- und Kulturschaffende in München
Bezahlbare Räume für Kreativ- und Kulturschaffende in München

DIE ZWEITE COMMUNITY IM RUFFINIHAUS, GEFÖRDERT VOM KOMPETENZTEAM KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT. FOTO: MANU THEOBALD

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Bezahlbare Räume für Kreativ- und Kulturschaffende in München

Das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft (KT-KuK) unterstützt Kreativschaffende in München mit Beratung, Qualifizierungsformaten, Vernetzung und bezahlbaren Flächen für kreative Entfaltung.

Das Ruffinihaus am Rindermarkt, ein neuer Pop-up-Store im Rathausladen Nummer 16 oder der ZIRKA.space auf dem Gelände des Kreativlabors an der Leonrodstraße: In München tut sich in letzter Zeit viel für Kreativ- und Kulturschaffende – vor allem, was bezahlbare Flächen für diese angeht. Auch wenn München einer der erfolgreichsten Wirtschaftsstandorte Europas ist und die rund 92.000 Unternehmen beste Karrierechancen für hochqualifizierte Fachkräfte bieten – die Kultur- und Kreativwirtschaft hat es nicht leicht. Das weiß auch die Stadt. Deshalb wurde schon 2014 nach einem Stadtratsbeschluss das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft (KT-KuK) gegründet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen selbst aus Kultur- und Kreativberufen und wissen um die Herausforderungen und Chancen der Branche. Das Team bietet kostenlose Beratungen bei unternehmerischen Herausforderungen, organisiert Qualifizierungsformate, vernetzt mit anderen Kreativunternehmen, Branchen oder Institutionen. Zudem soll die Sichtbarkeit der Kultur- und Kreativbranche verbessert und die internationale Präsenz gestärkt werden. Ein ganz wichtiges Ziel sind vor allem bezahlbare Flächen. Mit dem Instrument der Zwischennutzung in attraktiven kommunalen Ladengeschäften in der Innenstadt wird den Kreativschaffenden eine entsprechende Unterstützung geboten.

OLAF KRANZ, LEITER DES KOMPETENZTEAMS KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT DER LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN. FOTO: MAXIMILIAN SYDOW
OLAF KRANZ, LEITER DES KOMPETENZTEAMS KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT DER LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN. FOTO: MAXIMILIAN SYDOW

 „Hier können Geschäftsmodelle unter der Bedingung einer großen Sichtbarkeit für eine zahlungsfähige Kundschaft getestet, Kundenkontakte ausgebaut und die eigene Marke bekannter gemacht werden“, erläutert Olaf Kranz, seit Sommer 2022 Leiter des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München. Gegenwärtig bietet das Kompetenzteam sechs Ladengeschäfte, einen Pop-up-Store und neun Schaufenster für diese Zwecke an. Darunter ganz neu: Der Store des jungen Unternehmens „Neuvonfrisch“ im Rathausladen Nr. 16, Ausgang Dienerstraße. Das Münchner Label hat sich auf die Gestaltung, Entwicklung und den Vertrieb von hochwertigen und beständigen Möbeln spezialisiert. Genutzt werden die Räume zur Präsentation der aktuellen Kollektion. Einmal im Monat sind zudem wechselnde Ausstellungen und Workshops aus den Bereichen Musik, Design und bildende Kunst geplant. Die Firma hatte sich bei der Ausschreibung des Ladens unter 20 Mitbewerbern durchgesetzt. Kommunalreferentin Kristina Frank dazu: „60 Quadratmeter sind kein Möbelhaus. Aber dieser Showroom in zentralster Lage gibt einen perfekten Eindruck von den hochwertigen, stylishen Produkten dieses Münchner Möbel-Labels. Darum geht es uns: die Kultur- und Kreativwirtschaft durch unsere Räume zu unterstützen, mitten in München sichtbar zu werden und so gute Voraussetzungen für den Geschäftsstart zu schaffen.“ Und Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft ergänzt: „Mit diesem neuen Zwischennutzungsprojekt bekommt ein Münchner Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft direkt am Marienplatz die Möglichkeit, neue Impulse zu setzen und Geschäftsmöglichkeiten voranzutreiben. Davon profitiert die Kultur- und Kreativwirtschaft ebenso wie die Innenstadt.“

DAS RUFFINIHAUS IST ORT DES GEMEINSAMEN KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFTLICHEN ARBEITENS IM HERZEN VON MÜNCHEN. FOTO: MARIE JULIE LÖRCH
DAS RUFFINIHAUS IST ORT DES GEMEINSAMEN KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFTLICHEN ARBEITENS IM HERZEN VON MÜNCHEN. FOTO: MARIE JULIE LÖRCH

Ein weiteres Beispiel ist das „Vonbiron Lab“ in der Burgstraße 4, das sich auf die Herstellung von Kleidung und Interieur-Produkten durch Up- und Recycling konzentriert. Seit Dezember 2020 ist auch die erste Etage des Ruffinihauses ein Creative Hub und Ort des gemeinsamen kultur- und kreativwirtschaftlichen Arbeitens im Herzen von München. 2022/23 nutzten 24 Unternehmen aus den Bereichen Design, Architektur, Buch, Film, Illustration, Kunst, Musik, Presse, Podcast und Software/ Games diesen Inkubator für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Auch der ZIRKA.space , seit Januar 2022 eine mehrjährige Zwischennutzung eines Gebäudes auf dem Gelände des Kreativlabors an der Leonrodstraße, bietet einen Mix aus Arbeits-, Produktions- und Präsentationsflächen. Über die Plattform munichcreativeheartbeat.de können sich sowohl suchende Künstler als auch Anbieter melden, die eine Immobilie in attraktiver Lage besitzen, Leerstand vermeiden und offen für innovative Ideen sind.

BARBARA BRUBACHER

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 06.04.2024

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