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„Keine Likes für Lügen“-Kampagne
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Bildung Aktuell

„Keine Likes für Lügen“-Kampagne

Safer Internet Day will ein Zeichen gegen Fake News und Hass im Netz setzen

Manipulative Deepfakes und extreme Hassbotschaften dominieren die sozialen Netzwerke, in denen Kinder und Jugendliche täglich mehrere Stunden verbringen. Zum Safer Internet Day (SID) am 11. Februar macht die EU Initiative klicksafe mit der Kampagne „Keine Likes für Lügen!“ auf die Gefahren falscher und extremistischer Inhalte aufmerksam. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern bietet klick safe vielfältige Medienkompetenz-Angebote, um junge Menschen zu schützen, aufzuklären und zu stärken.

Kinder und Jugendliche begegnen täglich Fake News, extremistischen Inhalten und Verschwörungserzählungen. Laut der JIM-Studie 2024 sind 61 Prozent der Jugendlichen bereits mit Fake News, 54 Prozent mit extremen politischen Ansichten und 43 Prozent mit Verschwörungstheorien in Berührung gekommen. Die JIMStudie ist eine Studie zur Mediennutzung von Jugendlichen.

Seit 1998 veröffentlicht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) jährlich die Studie. Innerhalb der Untersuchung werden Zwölf bis 19-Jährige befragt, welche Medien sie verwenden und welche Rolle sie im Alltag spielen. Rund 1200 Kinder und Jugendliche werden telefonisch oder online befragt, sodass die Ergebnisse repräsentativ für den deutschsprachigen Raum in dieser Altersgruppe gelten. Bei der Untersuchung beantworten die Jugendlichen Fragen zur Medienausstattung, Freizeitaktivitäten, Mediennutzung in der Freizeit, Vertrauen in Nachrichtenangebote und weitere Themen.

Der Safer Internet Day wird erstmals auf den gesamten Februar ausgeweitet. Institutionen, Vereine, Schulen und Privatpersonen sind eingeladen, eigene Projekte und Veranstaltungen anzubieten, die bei klicksafe angemeldet und auf einer interaktiven Landkarte sichtbar gemacht werden können. Bereits über 100 Teilnehmende sind Teil dieser bundesweiten Aktion.

Am 11. Februar von 10.00 bis 11.30 Uhr lädt klicksafe bundesweit die Klassenstufen 8 bis 10 zu einer digitalen Schulstunde ein. Schulen können sich für die digitale Schulstunde unter www.klicksafe.de/sid25/anmelden. Die Schüler und Schülerinnen lernen die Onlinestrategien von rechtsextremem Akteuren kennen und erfahren auf aktivierende und praxisorientierte Weise, welche Auswirkungen Desinformationen auf den Einzelnen und die Gesellschaft hat. Aktuelle Fallbeispiele sollen dabei zum Nachdenken anregen. Durch interaktive Live-Umfragen und die Möglichkeit, Fragen vorab oder via moderierten Chat zu stellen, sind die Teilnehmenden aktiv an der Veranstaltung beteiligt.

Darüber hinaus wird in zwei Gruppenarbeit Phasen digitale Zivilcourage für den souveränen Umgang mit demokratiefeindlichen Informationen im Netz entwickelt. So entsteht ein abwechslungsreicher Lernprozess, der Wissen und Handlungskompetenz gleichermaßen stärkt. Aufgezeichnet wird die digitale Schulstunde im Media: TURM Ludwigshafen. Die digitale Schulstunde ist eine Aktion des Verbunds "Safer Internet DE“.

Der Safer Internet Day ermöglicht es im gesamten Februar Institutionen, Vereinen, Schulen und Privatpersonen, eigene Projekte und Veranstaltungen anzubieten, die bei klicksafe angemeldet und auf einer interaktiven Landkarte sichtbar gemacht werden können. Viele davon können online besucht werden. Der Safer Internet Day (SID) ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit und für ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche. Er findet seit 2004 immer am Dienstag der zweiten Woche im Februar statt und setzt jedes Jahr einen neuen thematischen Schwerpunkt im Rahmen des internationalen Mottos "Together for a better internet“.

In Deutschland wird der Safer Internet Day von klicksafe koordiniert. Klicksafe ist die Medienkompetenz-Initiative der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Netz. Mit vielfältigen Angeboten unterstützt klicksafe beim souveränen und kritischen Umgang mit digitalen Medien. Auf klicksafe.de finden pädagogische Fachkräfte, Eltern und Interessierte aktuelle Informationen und Materialien. klicksafe ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und Mitglied im Verbund "Safer Internet DE“ . Diesem gehören neben klicksafe als Awareness Centre die Hotlines internetbeschwerdestelle.de und jugendschutz. net sowie die Helpline Nummer gegen Kummer an. In Deutschland wird klicksafe von der Medienanstalt RheinlandPfalz verantwortet. www.klicksafe.de

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 25.01.2025

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