Pflanzen schaffen ein angenehmes Mikroklima im Garten und durch das Verdunsten von Wasser über ihr Blattwerk kühle, beschattete Bereiche. Zudem unterstützen bepflanzte Flächen die Wasseraufnahme und -speicherung im Boden. In Zeiten heißer Sommer und zunehmender Trockenperioden rückt deshalb eine kluge Bewässerung von Grün- und Gartenanlagen immer stärker in den Fokus. Regenwasser aufzufangen, macht mehr denn je Sinn. Entweder in der guten alten Regentonne oder in anderen stylishen Varianten - von der Amphore über die Säule bis zur Holzfass-Optik.
Für das Speichern noch größerer Mengen an Regenwasser bieten sich unterirdische Speichersysteme an. Besonders praktisch sind hier Flachtanks: Durch ihre flache Bauform reduziert sich der Erdaushub beim Einbau deutlich - das spart Zeit und Geld. Doch es gibt noch weitere clevere Tricks: Regenwasser kann auch in wasserabweisenden Planen wie einem Zeltüberdach (Tarp) oder Sonnensegel gesammelt werden. Die Planen sollten dann strategisch - mit Gefälle - im Garten aufgespannt werden und in einer Ecke in geeigneten Auffangbehältern münden.
Am besten ist natürlich, wenn so wenig Wasser wie möglich beim Wässern der Pflanzen verbraucht wird: Dafür kann der Boden durch eine Mulchschicht, etwa aus Rasenschnitt oder Schafwolle, vor Verdunstung geschützt werden. Pflanzen sollten mit einen Gießrand aus Erdreich umgeben werden. So gelangt das Wasser direkt zu den Wurzeln. Pflanzen können zudem darauf trainiert werden, mit weniger Feuchtigkeit auszukommen. Dazu lieber weniger oft, dafür durchdringend gießen. Ansonsten bilden die Pflanzen nur oberflächlich Wurzeln und sind auf häufige Wassergaben angewiesen. Und: Einmal geharkt ist dreimal gegossen. Wer den Boden zwischen den Pflanzen harkt, unterbricht die Kapillarwirkung, das Wasser verdunstet weniger und bleibt im Boden zurück.
BARBARA BRUBACHER
Erschienen im Tagesspiegel am 02.08.2025