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"Volo werden": Talente für den Journalismus gewinnen
Bildung aktuell

"Volo werden": Talente für den Journalismus gewinnen

Die neue verlagsübergreifende Imagekampagne wirbt für ein Volontariat in Medienhäusern.

Junge Talente für den Journalismus begeistern und die Bedeutung eines hochwertigen Volontariats betonen - dieses Ziel hat die Imagekampagne„Volo werden“, die von sieben Medienhäusern - darunter die Süddeutsche Zeitung - ins Leben gerufen wurde. Mit der Kampagne sollen offene und neugierige junge Menschen angesprochen werden, die sich für ein journalistisches Volontariat interessieren. Sie eröffnet Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten, die ein Volontariat in einem Medienhaus bietet von investigativer Recherche über digitale Formate bis hin zur lokalen Berichterstattung.

Unternehmen aus der Region

 Ein Volontariat dauert in der Regel 24 Monate und bietet eine praxisnahe Ausbildung in verschiedenen Ressorts der Redaktionen. Es ist nicht standardisiert wie andere Berufsausbildungen: Es gibt verschiedene Ausbildungsmodelle, aber beispielsweise keine Zwischen- oder Abschlussprüfungen. Volontäre und Volontärinnen lernen das redaktionelle Handwerk direkt vor Ort in der Redaktion. In den meisten Verlagen wird der berufspraktische Teil noch um Volo-Tage ergänzt, in denen die notwendigen Kompetenzen geschult werden. Das Volontariat wird als ausgebildete Redakteurin oder ausgebildeter Redakteur abgeschlossen. 

Ein Volontariat ist keine Voraussetzung, um Journalist oder Journalistin zu werden. Viele Redaktionen setzen jedoch für eine Anstellung als Redakteurin oder Redakteur ein abgeschlossenes Volontariat voraus. Der Abschluss hat oft auch Auswirkungen auf das spätere Gehalt. 

Die Voraussetzungen für ein Volontariat variieren je nach Medienunternehmen. Am wichtigsten ist ein großes Interesse an unabhängigem Journalismus. Die Medienhäuser bemühen sich um Vielfalt unter ihren Auszubildenden, denn je vielfältiger eine Redaktion ist, je mehr Biografien, Sichtweisen und Weltbilder sie vereint, desto besser versteht sie die Lebensrealität ihrer Leserinnen und Leser und kann besser darüber berichten. Bewerberinnen und Bewerber mit untypischen Bildungswegen, besonderer Fachexpertise oder Migrationsgeschichte sind ebenso willkommen wie Studienabsolventinnen und Studienabsolventen aus journalismus-fremden Fachrichtungen wie zum Beispiel Betriebswirtschaftslehre, Chemie, Medizin oder Jura. 

Inzwischen gibt es immer mehr Redaktionen, die gerne auch Menschen einstellen, die eine Berufsausbildung absolviert haben. In besonderen Fällen ist ein Volontariat auch direkt nach dem Schulabschluss möglich. Begeisterung und Leidenschaft für den Beruf sind vielfach wichtiger geworden als ein akademischer Abschluss.



volo-werden.de

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 05.04.2025

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