Anzeige

"High Tech Agenda Deutschland": Damit die Zukunfts-Agenda klappt

Die in der "High Tech Agenda Deutschland" so bezeichneten Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung, Technologien für klimaneutrale Mobilität sowie strategische Forschungsfelder bieten Studierenden viele Möglichkeiten einer zukunftsgerichteten Berufsqualifikation.   Foto: Adobe Stock

Bildung aktuell plus - Bachelor und Master

"High Tech Agenda Deutschland": Damit die Zukunfts-Agenda klappt

Neue Studiengänge sollen Deutschland als Hightech-Standort stärken.

Es soll wieder mehr vorangehen in diesem Land. Das ist allseits gewünscht und auch der Bundesregierung nicht verborgen geblieben. Sie reagiert mit der "High Tech Agenda Deutschland“, die das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im vergangenen Sommer erstmalig vorgestellt und nun mit einer Auftaktveranstaltung Ende Oktober final angestoßen hat."Schubkraft für mehr Innovation“ soll die Agenda entwickeln, Standortvorteile bringen und Fachkräfte, Talente, sowie investitionsfreudige Unternehmen anlocken. „Made in Germany“ als Synonym für„technologische Exzellenz“, so wünscht es sich Bundesministerin Dorothee Bär. 

Gelingen soll dies mit Hilfe guter Zusammenarbeit auf europäischer Ebene und vor allem mit dem Fokus auf sechs Schlüsseltechnologien: Allen voran die Künstliche Intelligenz (KI), für die bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden sollen. Das heißt Rechenzentren vor Ort und Unterstützung der Entwicklungsarbeit an neuen Techniken, die vom Haushalt über Medizin und Pflege bis hin zur Wirtschaft Erleichterungen im täglichen Leben bringen sollen. 

Im Bereich Quantentechnologie, also der Adaption der Erkenntnisse aus der Quantenphysik zur technischen Anwendung, möchte das Ministerium Forschung, Start-ups und Wirtschaft verstärkt zusammenbringen, um künftig eine höhere Sicherheit von Daten zu erreichen und den medizinischen Fortschritt zu forcieren. 

Bei der Mikroelektronik soll ebenfalls das Miteinander aller Beteiligten verbessert werden: Fachkräfte, Fertigung und Forschung ziehen demnach an einem Strang - am besten bei der Verwendung der neuesten Mikrochips, die aus Deutschland kommen. Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft und Umwelt sind die hauptsächlichen Felder, die von der Biotechnologie profitieren. Darum soll auch sie mit effektiven Standortvorteilen ausgestattet werden. Energie soll künftig möglichst unbegrenzt verfügbar sein, daher setzt man beim BMFTR auf Fusion und klimaneutrale Erzeugung. 

Mit größerer Konzentration auf die Fusionsforschung und einer Förderung des EnergieMixes aus Geothermie, Solar, Wasserstoff und Windkraft. Darüber hinaus soll Deutschland im europäischen Verbund künftig eine wichtige Rolle bei der Etablierung der Batterietechnologie und der Fortentwicklung der klimaneutralen Mobilität spielen.

Vorausschauend studieren

KI, Quantentechnologie, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Mobilität: die sechs Säulen der "High Tech Agenda“, für deren Umsetzung es aber genügend Fachkräfte braucht. Auch die Lehrinhalte der bayerischen Hochschulen zeigen vielerorts entsprechend Zukunftsorientierung. Beispielsweise mit dem Bachelor-Studiengang "Data, Science and Al“ der Uni Bayreuth, "Microelectronics and Chip Design“ auf Master an der TU München oder dem Master-Studiengang "Digital Cultural Heritage“ ebenfalls in München an der LMU.

Gleich drei neue Master-Studiengänge bietet die Fakultät für Informatik und Data Science an der Uni Regensburg seit diesem Wintersemester an: "Computer Science“, "Data Science“ und „Human-Centred Artificial Intelligence“. Auch wer einen Abschluss als Bachelor anstrebt, findet ein vielfältiges Portfolio vor. Etwa "Computational Materials Engineering mit KI“ an der TU Nürnberg "Digital Design“ an der OTH Amberg-Weiden oder "Digitales Marketing und E-Commerce" der TH Aschaffenburg in Miltenberg. 

Nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (STMWK) ist es nun auch möglich, an allen Technischen Hochschulen und den Hochschulen für angewandte Wissenschaft im Freistaat zu promovieren.

Neue Elitestudiengänge

Im Rahmen des Elitenetzwerkes Bayern fördert das STMWK begabte Studierende und beginnt ab dem kommenden Wintersemester 2026/2027 mit der Einrichtung von vier neuen Studiengängen in den Bereichen Informatik, Mathematik und Natur- und Ingenieurwissenschaften, die in Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, München und Würzburg angeboten werden sollen. Die Konzepte dafür stammen von den Universitäten selbst und werden von Wissenschaftsminister Markus Blume als "Ideenschmiede für die Zukunft unserer Gesellschaft“ betrachtet, wie es seitens der Friedrich-Alexander-Universität ErlangenNürnberg heißt, wo es zwei der Studiengänge geben wird: "Al in Biomedicine“ ist eine Kooperation mit der TU München und soll die Studierenden darauf vorbereiten, unter Einsatz der KI Innovationen in der Biomedizin und dem Gesundheitswesen zu entwickeln. Der Studiengang "Earth System Dynamics and Evolution“ beschäftigt sich in Zusammenarbeit mit der Uni Bayreuth mit der Vorhersage, der Einschätzung und dem Management von Umweltprozessen im Erdsystem.

Einen verwandten Schwerpunkt setzt auch "Ecological Forecasting“ an der Uni Bayreuth zusammen mit der JMU Würzburg. Im Detail geht es dabei um die Erforschung der Auswirkungen des globalen Wandels mit Hilfe von der Statistik und Kl. Und schließlich richtet sich ebenfalls in Würzburg "Emerging Educational Technologies for Science Technology Engineering Mathematics" mit Blick auf den digitalen Wandel in der Bildung an Lehramt-Studierende in den MINT-Fächern.



Kai-Uwe Digel

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 21.11.2025

Das könnte Sie auch interessieren