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Heimat auf Zeit: der Hörsaal im Ausland

Mit neuen Freunden lernt es sich besonders gut. Foto: Pixabay

Bildung aktuell - Im Ausland studieren

Heimat auf Zeit: der Hörsaal im Ausland

Wohin es deutsche Studierende zieht und welche Fächer sie besonders interessieren

Im Jahr 2022 wurden rund 138.800 deutsche Studierende an ausländischen Hochschulen gezählt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,9 Prozent Auslandsstudierende mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf zusätzliche rund 1700 Studierende in Österreich, 600 in Portugal und 500 in Dänemark zurückzuführen. 

Unternehmen aus der Region

Die drei beliebtesten Zielländer im Ausland waren 2022 Österreich, die Niederlande und die Schweiz. Im Jahr 2022 war über die Hälfte der deutschen Auslandsstudierenden in einem dieser drei Zielstaaten eingeschrieben, insgesamt blieben 68 Prozent der „Studis“ in der Europäischen Union.

Zu den beliebtesten Fächergruppen deutscher Studierender im Ausland gehörten „Wirtschaft, Verwaltung und Recht“ mit 24 Prozent und Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen“ mit 21 Prozent.

Den prozentual größten Zuwachs an deutschen Studierenden gab es in Malta, Finnland, Malaysia, Südafrika sowie in Kroatien. Nach einem pandemiebedingten Rückgang der deutschen Studierenden im Ausland erreicht es wieder ein Niveau, das sogar leicht über dem Vor-Corona-Zeitraum von 2019 liegt. Betrachtet man die deutschen Studierenden im Ausland weltweit, so kamen auf 1000 deutsche Studierende im Inland 54 im Ausland.

Medizin ohne Numerus clausus

Im Fach „Humanmedizin“ bestehen in Deutschland aufgrund der begrenzten Zahl an Studienplätzen starke Zulassungsbeschränkungen und so studierten im Jahr 2022 nur 4,8 Prozent der deutschen Studierenden im Inland diese Fachrichtung. Daher entscheiden sich viele Deutsche für ein Auslandsstudium in Osteuropa. In Litauen waren 73 Prozent, in Ungarn 61 Prozent und in Polen 56 Prozent der deutschen Studierenden in „Humanmedizin“ eingeschrieben. Von den Deutschen, die an tschechischen Hochschulen immatrikuliert waren, belegten 43 Prozent dieses Fach. In Bulgarien waren es nach neuesten Daten für das Jahr 2023 sogar 82 Prozent.
pat

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 02.05.2025

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