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EINFACH MAL LIEGEN BLEIBEN

SONNIGE AUSSICHTEN VERSPRICHT DIESE BETTWÄSCHE-KOMBINATION. FOTO: SCHULZHOMEWEAR

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EINFACH MAL LIEGEN BLEIBEN

HURKLE DURKLE und BED ROTTING sind zwei Trends, die das Schlafzimmer aufmöbeln

Haben Sie schon mal vom Hurkle Durkling oder Bed Rotting gehört? Beides sind aktuelle Trends, die vor allem die junge Generation als Gegenentwurf zu unserer aktuell hektischen und überfrachteten Zeit sieht. Nachrichtenüberflutung, Arbeitsdruck, mentale Belastungen und das Gefühl, ständig "on“ sein zu müssen, erzeugt bei ihnen eine Erschöpfung, die nicht immer klinisch, aber doch spürbar ist - und so heißt es bei ihnen immer mehr „einfach mal liegen bleiben“. 

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Denn das bedeuten beide Begriffe: Sie stehen für eine neue Form des Rückzugs, der bewussten Entschleunigung und der Selbstfürsorge. Während„Bed Rotting“ das ausgedehnte Verweilen im Bett auch tagsüber beschreibt, oft mit dem Smartphone in der Hand, einer Serie im Hintergrund oder einem Snack auf dem Schoß, meint "Hurkle Durkle“ das genussvolle, träge Liegenbleiben am Morgen, nachdem man bereits wach ist. Beide Begriffe teilen eine zentrale Botschaft: Es ist in Ordnung, sich dem ständigen Leistungs- und Produktivitätsdruck zu entziehen. 

"Bed Rotting“ ist dabei mehr als bloßes Faulenzen. Es handelt sich um eine bewusste Entscheidung, dem hektischen Alltag, der Reizüberflutung und dem digitalen Dauerstress zu entkommen. Wer „rottet“, will nicht krank sein oder depressiv wirken - sondern vielmehr einen Moment der Pause finden, um sich selbst wieder zu spüren. Kritiker werfen diesem Verhalten vor, es könne Antriebslosigkeit fördern, doch Befürworter betonen den Aspekt der psychischen Erholung. Im Prinzip sind beide Begriffe also nichts Negatives. Und eine Inspiration dafür, seinen Schlafbereich nochmal gründlich zu überdenken - und vielleicht auch umzugestalten.

 Im Mittelpunkt steht natürlich das Bett selbst. Eine hochwertige Matratze und eine Vielzahl weicher Kissen in verschiedenen Größen ermöglichen eine flexible Nutzung - zum Sitzen, Liegen, Anlehnen oder Dösen. Ein gepolstertes Kopfteil oder eine verstellbare Rückenlehne können den Komfort erhöhen, vor allem, wenn man viel Zeit im Bett verbringt und liest, Musik hört oder arbeitet. 

Hinzu kommen Textilien wie kuschelige Decken, warme Überwürfe oder weiche Spannbettlaken aus Baumwollsatin, die Geborgenheit vermitteln. Farblich dominieren in solchen Wohlfühlzonen sanfte, erdige Töne wie Beige, Creme, Pastellgrün oder Terrakotta, da sie beruhigend auf das Nervensystem wirken.

Natürlich spielt auch das Licht eine entscheidende Rolle. Helles Deckenlicht wird in einem „Hurkle Durkle“-Ambiente eher zur Nebensache. Stattdessen setzt man auf dimmbare Nachttischlampen, kleine Leselichter oder indirekte Lichtquellen wie LED-Streifen am Bettgestell. Wer den Rückzugscharakter noch verstärken möchte, kann zu Lichterketten oder warm getönten Salzkristalllampen greifen, die ein sanftes, fast therapeutisches Licht abgeben.

 Ebenfalls hilfreich sind Aromadiffuser, die mit beruhigenden ätherischen Ölen wie Lavendel, Sandelholz oder Bergamotte den Raum zusätzlich in eine kleine Entspannungsoase verwandeln. 

Ein oft unterschätztes Element ist die unmittelbare Umgebung des Betts. Wer das Bett als Aufenthaltsort begreift, wird schnell den Bedarf nach einer funktionalen und zugleich gemütlichen Ablagefläche erkennen. Ein stabiler Nachttisch oder ein rollbarer Beistellwagen eignen sich perfekt, um Getränke, Bücher, Fernbedienungen oder kleine Snacks griffbereit zu halten. Ideal ist auch ein Bett-Tablett - besonders dann, wenn man im Bett arbeiten, zeichnen oder frühstücken möchte. Eine kabellose Ladestation für Smartphone oder Kopfhörer unterstreicht die technische Seite des Trends, denn viele verbringen ihre Zeit im Bett mit digitalen Medien. 

 Guter WLAN-Empfang ist daher fast schon Pflicht. Schließlich kann man die Atmosphäre zusätzlich durch Pflanzen verbessern. Grüne Begleiter wie Bogenhanf, Efeu oder Lavendel sehen nicht nur schön aus, sondern verbessern auch das Raumklima. So wird mit wenigen Mitteln eine Art Mini-Wellnessbereich im Schlafzimmer geschaffen - für achtsames Nichtstun, das in unserer Gesellschaft oft zu kurz kommt. BARBARA BRUBACHER

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 07.07.2025

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