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EIN BILD VON EINER WÄRMEQUELLE

OB MIT SPIEGEL ODER OHNE: IM BAD MACHT SICH EINE INFRAROTHEIZUNG BESONDERS GUT. FOTO: VITRAMO

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EIN BILD VON EINER WÄRMEQUELLE

Infrarotheizungen können eine Alternative für Ästheten und besondere Anforderungen sein

Seit diesem Jahr gilt es, das Gebäudeenergiegesetz (GEG), und sorgt seither für ziemlich viel Verunsicherung bei Immobilienbesitzern oder alle jenen, die demnächst vorhaben, sich Eigentum zuzulegen, oder eine umfassende Modernisierung planen. Denn die Art oder Wahl der Heizungstechnik spielt dabei eine zentrale Rolle. Das GEG legt fest, dass jede neu verbaute Heizungsanlage zu 65 Prozent durch erneuerbare Energien gespeist werden muss. Der Einbau einer Wärmepumpe könnte dann oft das Mittel der Wahl sein, auch eine Pelletsheizung wäre in Betracht zu ziehen. Beides kommt aber nicht in jedem Fall in Frage, wenn Aufwand und Kosten dagegen sprechen. Eine Infrarotheizung könnte die passende Alternative sein, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Und da heißt es vor allem die Stromkosten im Betrieb unter die Lupe zu nehmen. Sie können sehr stark variieren, je nachdem, wo der Strom herkommt, wie hoch der Gebäudestandard ist und wie viele Heizelemente schlussendlich gebraucht werden. 

Unternehmen aus der Region

Man geht davon aus, dass für jeden Quadratmeter Wohnfläche eine Leistung von 30 bis 100 Watt nötig ist, um die Räume komfortabel zu erwärmen. Betrachtet man dann die günstigen Anschaffungspreise von 50 bis 150 Euro pro 100 Watt Leistung und die einfache Installation über die herkömmliche Steckdose, könnten das mehrere Vorteile gegenüber anderen Systemen sein. Kritiker sehen allerdings Probleme bei der Effizienz der Infrarottechnik, vor allem wenn sie in schlecht isolierten Bestandswohnungen zum Einsatz kommt und so unter Umständen hohe Stromkosten generiert. Die Stiftung Warentest bezeichnete die Infrarotheizung im Dezember letzten Jahres sogar als „Notlösung ohne Sparpotenzial“ und empfiehlt sie allenfalls als Ergänzung oder zum ausschließlichen Betrieb, wenn sich auch wirklich Personen im Raum aufhalten. In Neubauten oder in auf hohem Niveau sanierten Gebäuden etwa nach dem Effizienzhaus-Standard EH 40 kann die Bilanz aber durchaus positiver ausfallen.

Die Heizung als Gemälde an der Wand

Darüber hinaus bieten manche Netzbetreiber spezielle Tarife für Heizstrom an. Dafür ist dann zwar eine getrennte Messung von Haushalts- und Heizungsstrom notwendig, die Montagekosten für einen zweiten Zähler fallen aber kaum ins Gewicht. Dabei sollte man sich immer ganz genau anschauen, welcher Strom-Mix da durch die Leitung kommt. Wirklich klimaschonend wäre nur die komplette Erzeugung durch die eigene Solaranlage. In Zeiten wie diesen, in denen das Geld nicht mehr so locker sitzt, müssen Emotionen vielleicht eher hinter dem Kontostand zurückstehen, aber genau im Gefühlsbereich bietet die Infrarotheizung zwei große Vorteile. Zum einen wird ihre Wärme oft als besonders angenehm empfunden, denn sie heizt nicht die Raumluft, sondern Oberflächen und Körper auf und im Gegensatz zum klassischen weißen Riffel-Heizkörper (die mitunter auch in der Kombination mit einer Wärmepumpe installiert werden) können die Infrarot-Heizträger zu echten Design-Highlights im Raum verwandelt werden. Es gibt sie in den unterschiedlichsten, sogar individuell und personalisiert wählbaren Designs, die dann wie Gemälde im Raumoder Kunstobjekte an der Decke wirken oder als Spiegel im Bad oder beschreibbare Tafel in der Küche eine praktische Doppelfunktion erfüllen.

Auch Allergiker könnten die Arbeit einer Infrarotheizung als angenehm empfinden, da sie im Betrieb keinen Staub aufwirbelt. Gerade die von der Stiftung Warentest genannte Ergänzung könnte also zum Trumpf der Infrarotheizung werden. Etwa als Nischenprodukt im Wortsinn: In Räumen, in denen keine Flächenheizung oder ein Heizkörper installiert werden kann, in Bereichen, die nicht permanent beheizt werden müssen (Gästetoilette, Hobbyraum) oder als Upgrade, wenn etwa nach einer erfolgten Haussanierung Jahre später noch zusätzlich das Dachgeschoss ausgebaut wird und die Weiterführung der bestehenden Heizungsanlage wegen räumlicher Gegebenheiten zu kompliziert oder zu kostenintensiv wird.                              KAI-UWE DIGEL

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 07.09.2024

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