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Doktorandenprogramm „BioHYBRITE“: Zwischen Labor und Kl
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Doktorandenprogramm „BioHYBRITE“: Zwischen Labor und Kl

EU-Förderung in Höhe von 4,2 Millionen Euro für die Entwicklung hybrider DNA:RNA:Protein-Systeme - internationale Forschung an der Schnittstelle von Biotechnologie, KI und Nanotechnologie

Die Europäische Union unterstützt das Doktorandenprogramm „BioHYBRITE“ mit rund 4,2 Millionen Euro. Das Programm mit dem vollständigen Titel „Decoding and designing biomolecular systems with hybrid DNA:RNA:protein nanotechnology“ richtet sich an Nachwuchsforschende in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie und Ingenieurwissenschaften, die sich für interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Naturwissenschaft und Technologie interessieren. 

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Forschende arbeiten an der Entwicklung von sogenannten hybriden biomolekularen Systemen, die aus DNA, RNA und Proteinen bestehen - also den Bausteinen des Lebens. Sie sollen wie lebende Zellen in der Lage sein, Informationen zu erkennen und gezielt auf sie zu reagieren.

Für die breit angelegte und international ausgerichtete Ausbildung werden 15 Doktorandinnen und Doktoranden ausgewählt. Zum Lehrplan zählen Forschungsfelder wie molekulare Selbstorganisation, Einzelmolekül-Analytik, Nanotechnologie, aber auch die sogenannte Superresolution-Mikroskopie. 

Im Mittelpunkt stehen Methoden, mit denen sich die neuen biomolekularen Systeme nicht nur experimentell untersuchen, sondern mithilfe künstlicher Intelligenz gezielt entwerfen und simulieren lassen. Die Ergebnisse können bei der Entwicklung von neuen Biosensoren oder der zielgerichteten Medikamentenabgabe angewandt werden.

Neben der wissenschaftlichen Forschung setzt das Programm auf eine fundierte und praxisnahe Ausbildung. So nehmen die Promovierenden an internationalen Sommerschulen, Workshops und Laborkursen teil, absolvieren Forschungsaufenthalte bei akademischen Partnern sowie Praktika bei Start-ups und Industrieunternehmen. Auch überfachliche Kompetenzen sind Bestandteil des Programms: Trainings zu Patentrecht, Projektmanagement, Wissenschaftskommunikation und ethische Fragestellungen. Begleitet wird das Programm durch Netzwerktreffen, Seminare an den Heimatuniversitäten sowie persönliche Mentorings.

Hinter dem Programm steht ein europaweites Netzwerk aus 13 führenden akademischen Einrichtungen, darunter die Ludwig-Maximilians-Universität, die Technische Universität München, die University of Cambridge, das französische Forschungszentrum CNRS und das Max-Planck-Institut für Biochemie. Unterstützt werden die Projekte zudem von Industriepartnern und Biotech-Start-ups, die sich an der Ausbildung und praktischen Forschung beteiligen.

Besonderen Wert legen die Organisatoren auf eigenständiges Arbeiten, kreatives Denken und internationale Zusammenarbeit. „Unser Ziel ist, eine neue Generation hochqualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auszubilden“, betont der Koordinator des Netzwerks, Philip Tinnefeld.

Nicht nur fachlich. Der Forschernachwuchs soll auch auf seine verantwortungsvolle Rolle in Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft vorbereitet werden.
pat

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 02.05.2025

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