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Die Liebe zum Leinen: Feine Textilien aus Ziatas Leinmanufaktur in Schwabing

Das Blau der ungeahnten Möglichkeiten: Was wohl daraus wird? Ein Pareo oder Sommerbettwäsche? Ein Tischtuch oder ein Tuch für den Strand?

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Die Liebe zum Leinen: Feine Textilien aus Ziatas Leinmanufaktur in Schwabing

Entdecken Sie das Schwabinger Atelier: Hier entstehen hochwertige Leinenprodukte wie Bettwäsche, Vorhänge und mehr, nachhaltig und umweltfreundlich produziert – exklusiv und handgefertigt.

Dass es eingesessene Münchner Institutionen wie „Ziatas Leinen“ in Zeiten von Onlinehandel und Wegwerftextilien überhaupt noch gibt, ist eh ein Wunder. Seit über 40 Jahren entstehen unter Dimitra Ziatas Händen edle Dinge fürs Eigenheim alles aus Leinen. Schon mehr als 15 Jahre steht ihre Nähmaschine nun in der Ohmstraße, die sich von der Leopoldstraße hinüber zum Englischen Garten zieht.

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Im kleinen Altbauatelier mit der hohen gewölbten Decke stapeln sich vielfarbige Ballen und Rollen in hölzernen Regalen, sie bedecken Tische und Stühle. Im Schaufenster ruht ein über lebensgroßer Plüschbär breit grinsend auf lässig dahin gestreuten Stoffkissen. Der Teddy hat gut lachen, er darf den ganzen Tag auf edlem Leinen schlummern. Das fühlt sich mal glatt und fest an, mal geschmeidig und kühl, dann wieder duftig und spinnwebenzart - Leinen hat viele Facetten, je nach Gewicht und Webart.

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„Ich reibe jeden Tag mein Gesicht mit einem Leinentuch, das ist tatsächlich wie eine Massage für die Haut“, sagt Dimitra, während sie im maßgeschneiderten Leinenjackett in rot-weißem Fischgrätmuster vor mir steht, natürlich eine Eigenkreation. Im Hintergrund lugen griechische Dekostatuen zwischen den Stoffrollen hervor. Indizien, die auf Dimitras Heimatland verweisen: „Ich stamme ursprünglich aus Larissa, das ist rund 150 Kilometer von Thessaloniki entfernt. Ich bin ausgebildete Schneiderin und Weberin, habe in München bei der bekannten Fachschule Müller & Sohn Schnitttechnik gelernt.“ Hier in Ziatas Leinenmanufaktur wird ausschließlich hochwertiges Leinen verarbeitet, zum Beispiel aus Belgien, das sie über renommierte Lieferanten wie Loro Piana bezieht.

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Dimitras Portfolio umfasst Kissen und Bettbezüge, Laken, Geschirrtücher, Tagesdecken, Vorhänge, Tischdecken, Servietten und weitere Accessoires. „Ich nähe für einen kleinen, feinen Kundenstamm, viele davon kommen seit Jahren immer wieder. Zum Beispiel auch für junge Berufsanfänger, die sich eine Ausstattung zusammenstellen und wissen: Es sind einfach Stücke fürs Leben.“ Für eine Bettwäschegarnitur aus dickem Leinen muss man rund 450 Euro einplanen, aus leichtem Leinen 250 Euro, je nach Länge und Breite. „Bettwäsche in Naturfarbe mit weißer Paspel ist übrigens der Renner“, verrät Dimitra.

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Aber warum Leinen? Wer Dimitra Ziata diese Frage stellt, bekommt ein Plädoyer für die Pflanzenfaser zu hören, das direkt von Herzen kommt: „Leinen ist für alles gut! Ich liebe mein Produkt einfach. Zum Beispiel geht es ja auch darum, wie ein Schlafzimmer sein soll und um richtiges Schlafen. Biberbettwäsche aus Baumwolle ist nicht so optimal, es bilden sich schnell Knötchen und Flusen, die sich vollsaugen. Leinen dagegen leitet die Feuchtigkeit ab, es ist strapazierfähig, robust und atmungsaktiv. 

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Das ist wichtig, denn der Mensch verliert 1,5 Liter Schweiß pro Nacht. Außerdem verbraucht die Herstellung von Baumwolle viel Wasser und Pestizide. Leinen ist schon von der Produktion her viel nachhaltiger, benötigt weniger Wasser und keine Pestizide. Es ist von Natur aus antibakteriell, sagen Schlafforscher. Man kann ganze vier Wochen in Leinenbettwäsche schlafen, ohne zu wechseln. Und es eignet sich rund ums Jahr!“

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„Helle Leinenvorhänge reflektieren die Sonnenstrahlen und kühlen so den Raum“, ergänzt die Atelierchefin, die in ihrem privaten Haushalt Trinkgläser und auch die Glasflächen der Dusche ausschließlich mit Leinentüchern poliert. „Hier im Atelier haben wir immer Arbeit, rund ums Jahr. Wir fertigen auf Bestellung. Es empfiehlt sich, zuvor einen Termin abzumachen. 

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Wer möchte, dem gibt Dimitra gerne noch Tipps rund ums feine Leinen mit auf den Heimweg. Der könnte erst mal ins benachbarte Café Mamma Lucia führen, wo Dimitras Ehemann feine Bohnen kredenzt. Also: Hoch die Tassen auf einen neuen Lebensabschnitt mit feiner Bettwäsche aus der natürlichen Wunderpflanze. 

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Franziska Horn

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 05.04.2025

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