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DIE ALTERNATIVE ZUM ZEMENTIEREN
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DIE ALTERNATIVE ZUM ZEMENTIEREN

SCHRAUBFUNDAMENTE sind nachhaltig, kostensparend und fast jedem Gelände gewachsen

Baugrundstücke sind schon lange Mangelware. Und nicht jedes Landschaftsrelief ist für die Bebauung geeignet, zumindest nicht ohne kostspielige Erdbewegungen mit einem massiven Eingriff in die Bodenökologie. Hausfundamente müssen daher neu gedacht werden. Eine nachhaltige Lösung für derart komplexe Fälle gibt es bereits, nur haben noch allzu wenige Bauherren den Mut, sie einzusetzen. Die Rede ist von Schraubfundamenten, die punktuell, also minimalinvasiv gesetzt werden sowie selbst starke Unebenheiten ausgleichen können - und auf diese Weise stark reliefierte Gelände bebaubar machen, ohne die Kosten gewaltig in die Höhe zu treiben, was mit traditionellen Fundamenten oder Unterkellerung der Fall wäre. Die Einsparungen bei den CO2-Emissionen sind enorm. Selbstverständlich sind Schraubfundamente genauso auf geebneten Grundstücken einsetzbar.

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Für die Montage mit dem entsprechenden Gerät oder mit leistungsstarken Maschinen sind weder Erdbewegungen noch Zementierung notwendig. Ein Schraubfundament ist ein sogenannter Verdrängungspfahl, der beim Eindrehen in den Boden das Erdreich verdichtet und dadurch seine Stabilität und Belastbarkeit erlangt. Der Boden bleibt somit unversiegelt und die wiederverwendbaren Schrauben können nach Abriss des Hauses einfach aus dem Boden gedreht werden. Davon unberührt bleibt die weitere Konzeption des Baus. Ob mit Bodenplatte oder oberirdischem Sockelgeschoss als Kellerersatz: Der Einsatz von Schraubfundamenten stellt keine Einschränkung für die Wünsche der Bauherren dar. 

Die geprüfte statische Lastaufnahme ist für alle Bodenklassen bis hin zu geschlossenem Fels gültig. Insofern verwundert es, dass es immer noch Skeptiker gibt, die dieser Fundamentierung nicht trauen, obgleich Pfahlstädte wie Venedig, Amsterdam oder Hamburg ausschließlich oder teilweise seit Jahrhunderten vergleichbar errichtet sind. Zur optimalen Konzeption der Gründungslösung empfiehlt es sich vorab, eine statische, geotechnische und hydrogeologische Untersuchung durchführen zu lassen. So können alle umwelttechnischen Belange in der Planung berücksichtigt werden. Die Deutsche Fundamentbaugesellschaft in Pemfling-Grafenkirchen formuliert die Einsatzbandbreite auf ihrem Internetauftritt (schraubfundamente-fundamentbau.com) so: 

„Wir produzieren SPF Schraubpfahlfundamente/Verdrängungspfähle in erster Linie für die Fundamentierung von Wohngebäuden in Holzständerbauweise, Massiv- und Blockhausbau, Modulhausbau, Ferienhäuser, Containeranlagen für Kitas und Schulgebäude, Leichtbauhallen, Fußgängerbrücken, Buswartehäuschen, Fahnen-, Licht- und Funkmaste, Parkplatzausrüstungen, Garten- und Gerätehäuser, Stege und Terrassen, Sonnensegel und Sonnendächer, Fundamente im Verkehrsraum, für Vorwegweiser, sämtliche Schilderpfosten, Absperrungen, Schutzzäune und vieles mehr.“ Bei den Kosten errechnet die Gesellschaft für einen Holzbungalow von etwa 200 Quadratmetern Wohnfläche bei circa 175 Tonnen Lastaufnahme einen Fundamentpreis von 9885 Euro netto als Richtpreis.                                REINHARD PALMER

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 07.09.2024

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