Wissenschaft Raum, und braucht dieser Raum nimmt in Oberschleißheim nun sichtbare Gestalt an. Mit dem Spatenstich im Februar dieses Jahres haben Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume und Bauminister Christian Bernreiter den Auftakt für zwei neue Zentralgebäude auf dem Campus der tiermedizinischen Fakultät der LMU gesetzt. Hier entstehen unter anderem Hörsäle, eine Mensa, eine Bibliothek und Flächen für das Dekanat - Einrichtungen, die künftig das akademische Leben am neuen Standort bündeln und prägen sollen. Bereits weiter fortgeschritten präsentiert sich der benachbarte Neubau für Anatomie und Pathologie, dessen Richtfest gleichzeitig gefeiert wurde. Der Rohbau ist klar gegliedert und funktional. Die Bruttogrundfläche von rund 15.500 Quadratmetern wird später den Präparations- und Sektionssaal mit modernsten Laboren, Büros und öffentlichen Zonen beherbergen.

Der Entwurf stammt vom Münchner Büro doranth post Architekten, die augenscheinlich mit technischer Präzision und gestalterischer Zurückhaltung eine Synergie beabsichtigten. Hinter der Fassade arbeitet künftig ein komplexes System aus Filter- und Lüftungsanlagen, das nicht nur strengen hygienischen Anforderungen gerecht wird, sondern auch mittels Fotovoltaik und einer zentralen Energieversorgung mit Nahwärme und -kälte ökologische Akzente setzt.
Das Staatliche Bauamt München treibt den Vergabeprozess effizient voran, denn bis Mitte 2027 sollen die Gebäude im Kostenrahmen von 132 Millionen Euro vollendet sein. Bauminister Christian Bernreiter führte aus: „Der neue Campus ist eine wichtige Maßnahme für die bauliche Neustrukturierung der gesamten Universität. Insgesamt investieren wir für Baumaßnahmen auf dem Campus über 430 Millionen Euro!“
KELLY KELCH
Erschienen im Tagesspiegel am 03.05.2025