Ab 2027 soll der komplette Studienbetrieb für künftige Tierärzte und Tierärztinnen in Oberschleißheim bei München stattfinden. Auf dem Campus der LMU (Ludwig-Maximilians-Universität) fand vor kurzem das Richtfest für die „Anatomie“ und „Pathologie“ statt sowie der Spatenstich für die Zentralgebäude. 2023 wurde bereits der Neubau für die „Mikrobiologie“ eingeweiht, die Klinik für Wiederkäuer, die Klinik für Vögel, Kleinsäuger, Reptilien und Zierfische, die Klinik für Pferde und ein Hörsaalgebäude mit Cafeteria.
Auf dem neuen Campus wird die Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ihre Position als führende Einrichtung in der tiermedizinischen Ausbildung und Forschung in ganz Europa stärken, teilte LMU-Präsident Bernd Huber mit. Insgesamt werden am Campus etwa 430 Millionen Euro für die Neubauten investiert.
Im Zentralgebäude mit Hörsälen, Bibliothek und Mensa soll es auch ein innovatives „Skills Lab“ für die Studierenden geben. In den Räumen können Tiermedizin-Studierende und Auszubildende in der Tierpflege an wirklichkeitsnahen Modellen lernen. Virtuelles Lernen und Lernen am Modell bekommen dadurch einen neuen Schwerpunkt in der Ausbildung.
Im Neubau der Tieranatomie und Tierpathologie entstehen neben den normalen Hörsälen auch Präparations- und Selektionssäle sowie Platz für Schausammlungen. In der Tierpathologie sollen darüber hinaus Dienstleistungen für Tierärzte und -kliniken, Landwirte und Tierparks erbracht werden.
pat
Erschienen im Tagesspiegel am 02.05.2025