Von der hochkomplexen Herztransplantation bis zum alljährlichen Gesundheits-Check-up - die Deutschen geben täglich viel Geld für den Erhalt ihrer Gesundheit sowie die Behandlung von Krankheiten aus. Millionen Menschen arbeiten im Gesundheitswesen, einem der wichtigsten Wachstumsmärkte und Jobmotoren hierzulande. Dabei sind all jene noch nicht berücksichtigt, die auch im weiteren Sinne in der Gesundheitsbranche tätig sind, etwa Fitnesstrainer, Ernährungsberater oder Wellnessexperten.
Im engeren Sinne zählen zu den Gesundheitsberufen all jene, die mit der Prävention, der Behandlung oder der Rehabilitation befasst sind - vom ärztlichen Klinikchef oder Zahntechniker bis zu Alten- und Gesundheitspflegern. Doch es herrscht vielerorts ein Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal, an gut ausgebildeten Technikern oder an Physiotherapeuten. Angesichts dieses großen Marktes der Möglichkeiten ist es bei der Berufs- und Karriereplanung auch wichtig zu wissen, ob es sich um einen staatlich anerkannten Beruf im Gesundheitswesen handelt und welche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt. Zu den anerkannten Berufen gehört zum Beispiel die große Gruppe der Assistenten für medizintechnische Geräte. Ihr Job ist mit hoher Verantwortung verbunden, denn sie kümmern sich um Installation, Wartung und Reparatur der immer komplexer werdenden Geräte.
Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten nach Ende der Ausbildung
Auch die Pflege ist im Umbruch: Bekanntlich müssen etliche Krankenhäuser immer wieder Stationen schließen, weil es an gut ausgebildeten Fachkräften mangelt. Universitätskliniken und Kreiskrankenhäuser tun daher einiges, um ihr Personal zu halten und neues zu gewinnen. Dazu gehören etwa Angebote für Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung. Aber auch Spezialisierungen, etwa auf Kinderkrankenpflege, Palliativ- oder Notfallmedizin. In jüngster Zeit eröffnen sich für ambitionierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger zudem viele Möglichkeiten im dualen Studium. Dazu zählen zum Beispiel Pflegemanagement, Gesundheitsökonomie, Rettungswesen, Prävention und Rehabilitation, Health Care Management, Pflegepädagogik oder Public Health.
Ähnlich gut sind die Aufstiegsmöglichkeiten in der Altenpflege. Bedingt durch den demografischen Wandel hat in diesem Sektor in den vergangenen Jahren eine zunehmende Spezialisierung eingesetzt. Zu nennen sind beispielsweise Weiterbildungen zum Fachaltenpfleger für Psychiatrie, für Palliativ- und Hospizpflege, für Onkologie oder für klinische Geriatrie und Rehabilitation. Berufsbegleitende Studiengänge gibt es etwa für die Fortbildung zum Fachwirt in der Alten- und Krankenpflege oder zum Pflegemanager.
Erschienen im Tagesspiegel am 30.05.2025