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Anna Stolz: „Gut lesen zu können, ist der Schlüssel zu allem“

Lesen fördert die geistigen und emotionalen Fähigkeiten von Menschen jeden Alters. Foto: Adobe Stock

Bildung

Anna Stolz: „Gut lesen zu können, ist der Schlüssel zu allem“

PISA-Offensive: Neues Bayerisches Lesescreening (BYLES) an Grundschulen im Freistaat erfolgreich angelaufen

Bayerns Kultusministerin Anna Stolz hat bei der Stärkung der Basiskompetenzen für bayerische Grundschülerinnen und Grundschüler die nächste Phase eingeleitet: Das von der Universität Regensburg entwickelte Bayerische Lesescreening (BYLES) soll Lehrkräften und Schülern gezielt Aufschluss über schon erworbene Kompetenzen geben und gleichzeitig weitere Fördermöglichkeiten aufzeigen, informiert das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Über 184.000 Kinder der Jahrgangsstufen 2 bis 4 haben in ganz Bayern bei der Premiere des Programms teilgenommen. Stolz betont: „Gemeinsam mit der Universität Regensburg ist es uns gelungen, ein Modell an die Schulen zu bringen, das nicht nur zeigt, wie gut jemand schon lesen kann, sondern darauf aufbauend auch individuelle Fördermöglichkeiten für das einzelne Kind aufzeigt. Gut lesen zu können, ist der Schlüssel zu allem. Mit der PISA-Offensive möchte ich hier neue Maßstäbe setzen und allen Kindern, die eine bayerische Schule besuchen, die besten Chancen für ein gelingendes und erfolgreiches Leben bieten.“ BYLES gehört - ebenso wie das bekanntere Lesetraining FILBY (Fachintegrierte Leseförderung Bayern) - zu einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Leseförderung, das das Bayerische Kultusministerium im Rahmen der PISA-Offensive auf den Weg gebracht hat. Dabei entscheidet jede Grundschule eigenverantwortlich, welches evidenzbasierte Förderprogramm sie umsetzt, um neben der Lesekompetenz auch die Lesemotivation gezielt zu steigern. Bei der Gestaltung und Umsetzung von BYLES arbeitet das Ministerium eng mit der Universität Regensburg und bayerischen Lehrkräften zusammen.

Wie funktioniert BYLES?

Lesen macht Spaß und Freude, ist spannend und beflügelt die Fantasie. Foto: Adobe Stock
Lesen macht Spaß und Freude, ist spannend und beflügelt die Fantasie. Foto: Adobe Stock

Das Bayerische Lesescreening BYLES setzt neue Maßstäbe für Diagnostik in der Bildungsforschung. Es ist in der Größenordnung bislang einmalig in Deutschland. Inhaltlich entwickelt und technisch von der Universität Regensburg umgesetzt wurde es im November und Dezember 2024 erstmals an den bayerischen Schulen durchgeführt. In dem sechswöchigen Zeitraum haben bayernweit rund 184.000 Grundschulkinder der Jahrgangsstufen 2 bis 4 teilgenommen. Es handelt sich um ein adaptives Testinstrument, das den Kindern differenzierende Aufgaben vorgibt, bis das persönliche maximale Fähigkeitsniveau erreicht ist. Damit kann die Lesekompetenz zuverlässig diagnostiziert werden, ohne dass die Kinder über- oder unterfordert werden. Daraus resultierend erhält die Lehrkraft für jedes Kind eine individuelle Förderempfehlung und kann eine individuelle Rückmeldung zum aktuellen Leistungsstand geben. Das Ziel: Durch die bis zu dreimalige Testdurchführung pro Schuljahr können Fehlentwicklungen oder Stagnation in der Leseentwicklung einzelner Kinder oder ganzer Klassen frühzeitig entdeckt und durch Gegenmaßnahmen behoben werden.

Weitere Informationen: https://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/germanistik-did/downloads/byles/index.html

Er­schie­nen im Ta­ges­spie­gel am 21.02.2025

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