Die größte Umweltbelastung bei Veranstaltungen entsteht in der Regel bei der An- und Abreise der Teilnehmenden. Um das Klima zu schonen, setzen umweltbewusste Veranstalter daher in erster Linie auf Eventlocations, die gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind. Dies erleichtert den Gästen die Anreise mit Bahn oder Bus und reduziert den Einsatz des privaten Pkw. Fahrten mit Bahn, Bus und Co. haben eine geringere CO2-Bilanz als die Anreise mit dem Auto und ermöglichen es den Teilnehmenden, sich auf dem Weg entspannt zurückzulehnen und Energie für das kommende Event zu tanken. Eine Zugfahrt lässt sich zudem ideal mit dem Fahrrad kombinieren: Mit speziellen Fahrradkarten kann der eigene Drahtesel einfach und kostengünstig mitgenommen und vor Ort für kürzere Strecken genutzt werden. Diese Vorteile kommen vor allem bei Veranstaltungen in Ballungsräumen zum Tragen. Auch in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder S-Bahn ist die Fahrradmitnahme möglich. Für Veranstalterinnen und Veranstalter bietet es sich daher unter Umständen an, eigene, bewachte Fahrradabstellplätze zur Verfügung zu stellen.
Es ist wichtig, die Teilnehmenden frühzeitig über nachhaltige Anreisemöglichkeiten zu informieren und detaillierte Informationen über Bahn- und Busverbindungen sowie Radwegenetze zur Verfügung zu stellen. Außerdem bietet sich eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Verkehrsbetrieben an. In diesem Zusammenhang können möglicherweise auch Sondertarife angeboten werden. Wenn mit der Bahn oder dem Flugzeug angereist wird, können Organisatoren emissionsfreie Shuttle-Fahrzeuge buchen, die die Gäste zum Veranstaltungsort und zurück bringen.
Erschienen im Tagesspiegel am 27.09.2024